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Bützower Zeitung

16. Januar 2018 | 13:12 Uhr

20 Fragen : „Ich schreibe über alles“

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Der Bützower Heinz Niebuhr verarbeitet alltägliche Beobachtungen in seinen Gedichten

von
erstellt am 13.Aug.2016 | 15:35 Uhr

Heinz Niebuhr ist in Bützow und Umgebung vor allem durch seine Gedichte bekannt. Geschrieben habe er schon seit seiner Jugend, erzählt der 66-Jährige, der seit 1981 in Bützow wohnt. Thematisch setzt sich Heinz Niebuhr in seinen Gedichten keine Grenzen. „Ich schreibe über alles – die Natur, die Jahreszeiten, über das Älterwerden, zwischenmenschliche Beziehungen und vieles mehr“, sagt er. Seitdem er Rentner sei, habe er auch genug Zeit dazu, sich seinen Werken zu widmen. Seit 2015 ist Heinz Niebuhr auch in Bützows Schreibzirkel aktiv, der regelmäßig im Krummen Haus zusammenkommt. SVZ-Redakteurin Christina Milbrandt stellte Heinz Niebuhr die 20 Fragen zum Wochenende.

Wo ist Ihr Lieblingsplatz?
Ich habe eigentlich keinen konkreten. Schön finde ich es am Bützow-Güstrow-Kanal. Ansonsten bin ich einfach gern in der Natur, die hier ja sehr schön ist.
Was würden Sie als Bürgermeister in Ihrem Wohnort sofort ändern?
Der Bürgermeister hat es ziemlich schwer, finde ich. Wenn ich an seiner Stelle wäre, würde ich die Karl-Marx-Straße noch mehr im Blick haben. Hier könnte noch einiges gemacht werden, zum Beispiel an den Bürgersteigen.
Wo kann man Sie am ehesten treffen?
Da ich Rentner bin, vor allem zu Hause beim Schreiben von Gedichten oder eben in der Natur.
Womit haben Sie Ihr erstes Geld verdient?
Mit dem Sammeln von Altstoffen als ich Schüler war. Das war in der DDR Gang und gebe. Später beim Kartoffelsammeln in den Kartoffelferien.
Wofür haben Sie es ausgegeben?
Das kann ich gar nicht mehr sagen. Ich denke mal, ich habe es gespart.
Was würden Sie gerne können?
Ich würde gern die klassische Musik mehr verstehen. Manchmal hört man einige Stücke und findet sie auch gut, aber einen richtigen Zugang habe ich oft nicht dazu.
Was stört Sie an anderen?
Unpünktlichkeit und Oberflächlichkeit.
Worüber haben Sie zuletzt herzlich gelacht?
Zur Zeit lachen meine Frau und ich vor allem über unsere zweijährige Enkeltochter.
Was haben Sie zuletzt Unvernünftiges getan?
Das kann ich gar nicht genau sagen. Aber es gibt bestimmt etwas.
Wer ist Ihr persönlicher Held?
Ich mag gern Leute die schwere Arbeit leisten, zum Beispiel auf dem Bau, in der Landwirtschaft oder in der Altenpflege. Vor ihnen habe ich sehr viel Achtung und Respekt. Diese Arbeit muss gemacht werden, wird aber viel zu wenig honoriert. Ärzte und Wissenschaftler gehören auch dazu.
Welches Buch lesen Sie gerade?
Das letzte war das Buch „Leib und Leben“, in dem Eva Strittmatter über ihr Leben spricht. Gern lese ich auch „Das kleine Buch des großen Glücks“ von Hans Kruppa. Seine Texte sind kurz, haben aber sehr viel Sinn.
Welche Fernsehsendung verpassen Sie nie?
Fernsehen steht bei mir nicht an erster Stelle. Aber nach Möglichkeit gucke ich das Nordmagazin und andere Nachrichtensendungen und auch mal Reportagen.
Wo trifft man Sie eher: bei einer Karnevalsfeier oder beieinem Fußballspiel?
Weder noch. Ich gehe lieber ab und zu zu Kulturveranstaltungen wie Ausstellungen.
Wen würden Sie gerne mal treffen?
Ich habe in meinem Leben schon viele interessante Menschen getroffen, die mich bereichert haben. Ich denke mal, einige kommen da sicher noch hinzu. Dass es jemanden speziellen gibt, den ich unbedingt treffen muss, kann ich nicht sagen.
Wenn Sie selbst kochen, was kommt dann bei Ihnen auf den Tisch, griechische, italienische, chinesische oder deutsche Gerichte?
Bei uns gibt es deutsche Küche. Wir sind echte Mecklenburger und lieben die hiesige Küche besonders. Das Kochen überlasse ich meiner Frau, das macht sie sehr gut.
Mit welchem Lied verbinden Sie Ihre schönste Erinnerung?
Da gibt es kein spezielles. In meiner Jugend waren die Beatles aktuell, die mochte ich sehr. Ich habe aber auch den DDR-Schlager sehr gern gehört. Außerdem höre ich gern den Freiheitschor aus der Oper „Nabucco“. Das ist also querbeet.
An welches Geschenk erinnern Sie sich noch gerne und von wem haben Sie es bekommen?
Das erste Kinderfahrrad, das ich von meinen Eltern bekommen habe, ist das erste bewusste Geschenk gewesen. Dann gab es auch immer Märchen- und Kinderbücher, das waren immer sehr schöne Geschenke.
Welchen Traum möchten Sie sich noch erfüllen?
Da gibt es eigentlich nichts. Wir haben alles, was wir brauchen.
Wie gestalten Sie Ihre Freizeit als Rentner?
Da ich schon Rentner bin, wird sich nicht viel ändern. Ich werde weiterhin meine Gedichte schreiben, den Schreibzirkel besuchen und mit Freunden und meiner Frau die Natur besuchen.
Wem sollten wir diese Fragen ebenfalls stellen und warum?

Vielleicht jemandem aus der Kulturszene. Oder auch mal Jugendlichen. Es gibt viele interessante junge Leute hier, die aktiv und kreativ sind – es müssen nicht immer die Älteren im Mittelpunkt stehen. Interessant wäre auch eine Verkäuferin, Arbeiter oder die Reinigungskraft von nebenan.

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