20 Fragen : „Ich lebe im Hier und Jetzt“

Das Kunsthaus gehört zu Frank Chloubas Lieblingsorten. Auf dem Dachboden hängen viele seiner Werke.
Das Kunsthaus gehört zu Frank Chloubas Lieblingsorten. Auf dem Dachboden hängen viele seiner Werke.

Frank Chlouba aus Bützow macht sich Sorgen um die Belebung der Innenstadt

von
25. Juni 2016, 05:00 Uhr

Frank Chlouba ist besonders in der Bützower Kulturszene bekannt. Gemeinsam mit Karl-Werner und Karin Zießnitz betreibt er das Kunsthaus in der Langestraße. Geboren wurde Frank Chlouba in Perleberg in der Prignitz, als er zehn Jahre alt war, verschlug es seine Familie nach Bützow. Seine Ausbildung zum Dreher absolvierte der 51-Jährige in Schwerin, ganz aus Bützow weggezogen hat es ihn jedoch nie. Künstlerisch begabt und interessiert war Frank Chlouba schon immer. So war er ein festes Mitglied im Zeichenzirkel seines früheren Kunsterziehers Karl-Werner Zießnitz. Seine Bilder präsentierte er zuletzt in der Kultur-Wassermühle in Kölln. SVZ-Redakteurin Christina Milbrandt stellte Frank Chlouba die 20 Fragen zum Wochenende.

Wo ist Ihr Lieblingsplatz?

Da gibt es viele – ob im Kunsthaus, auf der Warnow oder auch zu Hause mit Freunden.

Was würden Sie als Bürgermeister in Ihrem Wohnort sofort ändern?

Am meisten Sorgen macht mir der Zustand der Innenstadt, immer mehr Gewerbetreibende geben auf. Ich weiß aber nicht, ob man hinsichtlich der Belebung der Innenstadt als Bürgermeister etwas machen könnte.
Wo kann man Sie am ehesten treffen?

Im Kunsthaus.
Womit haben Sie Ihr erstes Geld verdient?

Ich habe Abwassergräben in Kassow gebuddelt.
Wofür haben Sie es ausgegeben?
Für meine erste Gitarre. Die habe ich einer Kindergärtnerin abgekauft.
Was würden Sie gerne können?
Klavier spielen.
Was stört Sie an anderen?
Intoleranz.
Worüber haben Sie zuletzt herzlich gelacht?
Ich lache so viel, dass ich mich gar nicht mehr erinnern kann, was der letzte Anlass war.
Was haben Sie zuletzt Unvernünftiges getan?
Ich habe zu meinen Freunden gesagt, dass Deutschland bei der EM im Achtelfinale rausfliegt. Das war unvernünftig, weil ich damit den Zorn der anderen auf mich gezogen habe.
Wer ist Ihr persönlicher Held?
Mein Stiefvater Gerd Wegner. Von ihm habe ich sehr viel gelernt. Am meisten beeindruckt mich, dass es bei ihm keinen Stress gibt. Diese Ruhe überträgt sich schnell auf andere Menschen.
Welches Buch lesen Sie gerade?
Keins. Aber ich habe gerade „Der Fänger im Roggen“ von J.D. Salinger fertig gelesen. Auf meinem Stapel liegen aber schon die nächsten bereit.
Welche Fernsehsendung verpassen Sie nie?
Ich verpasse grundsätzlich alle, weil ich nicht so fürs Fernsehen zu haben bin. Regelmäßig schaue ich eigentlich nur die Nachrichten.
Wo trifft man Sie eher: bei einer Karnevalsfeier oder bei einem Fußballspiel?
Weder noch. Man trifft mich eher bei einem Konzert.
Wen würden Sie gerne mal treffen?
An die Künstler und Musiker, die ich gern treffen möchte, kommt man wahrscheinlich nicht so leicht ran. Aber schön wäre ein Treffen mit Konstantin Wecker.
Wenn Sie selbst kochen: was kommt dann bei Ihnen auf den Tisch, griechische, italienische, chinesische oder deutsche Gerichte?
Ich koche selbst nicht so gern. Aber ich bewundere alle, die es gut können. Das ist ja eine Kunst für sich.
Mit welchem Lied verbinden Sie Ihre schönste Erinnerung?
„Big Yellow Taxi“ von Joni Mitchell. Das war zu meiner Sturm-und-Drang-Zeit.
An welches Geschenk erinnern Sie sich noch gerne und von wem haben Sie es bekommen?
Meine Malerspachtel. Die habe ich zu DDR-Zeiten von meinen Eltern bekommen. Ich male heute noch damit.
Welchen Traum möchten Sie sich noch erfüllen?
Ich habe viele Träume, aber einen konkreten, den ich verfolge, gibt es zurzeit nicht.
Wie gestalten Sie Ihre Freizeit als Rentner?
Da denke ich jetzt eigentlich noch nicht dran. Ich lebe im Hier und Jetzt, bin eher spontan.
Wem sollten wir diese Fragen ebenfalls stellen und warum?

Rainer Katzer. Mich interessiert, wie er auf die Fragen antworten würde.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen