Kunstausstellung : „Ich bin kein Wiederholungstäter“

Eine abwechslungsreiche Zusammenstellung seiner Werke zeigt der Künstler Helmut Schröder ab Sonnabend im Bützower Kunsthaus.
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Eine abwechslungsreiche Zusammenstellung seiner Werke zeigt der Künstler Helmut Schröder ab Sonnabend im Bützower Kunsthaus.

Am Sonnabend findet im Kunsthaus die Vernissage zur Ausstellung „Helmut Schröder – Malerei und Collagen“ statt

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18. August 2016, 12:00 Uhr

Abstrakte Kunst, die sich auf Farben und Formen beschränkt, aber auch sanftere Kompositionen, die dem Betrachter viel Raum zu Interpretationen geben. – Die Besucher des Kunsthauses erwartet ab Sonnabend eine abwechslungsreiche Zusammenstellung an Werken des Kühlungsborner Künstlers Helmut Schröder. Er stellt zum ersten Mal in Bützow aus und ist begeistert von dem Erdgeschoss, in dem seine Werke in den nächsten Wochen bestaunt werden können. „Ich war überwältigt von den Möglichkeiten“, sagt der Künstler. Das Kunsthaus biete viel Freiraum für die Werke.

Dabei kannte der Künstler, dessen Atelier in Kühlungsborn besucht werden kann, die Galerie in Bützow vorher noch nicht. Karin und Karl-Werner Zießnitz statteten ihm und seinem Bruder zu „Kunst Offen“ einen Besuch ab. Die Bützower waren so angetan, dass sie eine Ausstellung im Kunsthaus vorschlugen. „Da ich in den letzten Jahren nur kleinere Ausstellungsbeteiligungen hatte, habe ich ja gesagt“, erzählt Helmut Schröder.


Auf keinen Stil festgelegt


Im Erdgeschoss des Kunsthauses hängen inzwischen seine vielfältigen Ölmalereien. Doch Besucher werden vergebens nach einem roten Faden in seinen Gemälden suchen. „Ich bin kein Wiederholungstäter“, erklärt Schröder. Kein Bild würde dem anderen gleichen. Denn: „Ich habe nicht die Absicht, einen Stil zu entwickeln.“ Zu langweilig sei es, sich auf eine malerische Ausdrucksweise festzulegen. „Ich möchte in jedem Bild etwas Neues versuchen. Im Malen selber gibt es ja Prozesse, die ich nicht steuern kann“, meint der Künstler. So würde beispielsweise die Wirkung der Farbe auf der Leinwand seinen Schaffensprozess beeinflussen. „Malen ist ja keine rationale Sache“, erklärt Schröder. Seine Art des Herangehens sei durch zwei Ebenen geprägt: Zum einen das Handwerk – also doch eine gewissermaßen rationale Komponente – „und gleichzeitig diese Intuition“, stellt Schröder fest.

Was am Ende also für ein Werk entstehe, sei für ihn zunächst nicht vorhersehbar. „Das Aufhören ist entscheidender als der Anfang“, sagt der Künstler. Denn der letzte Pinselstrich sei reine Gefühlssache. Das Malen ist deshalb für Helmut Schröder tatsächlich eine künstlerische Reise, mit „der Aufgabe, die Farbe so zu sehen, dass ein Gesamtklang entsteht." Experimentierfreudig wagt sich Helmut Schröder auch an andere Materialien. Eine interessante Kombination sei für ihn Öl und Papier. „Das geht fantastisch“, kommentiert er. An Aquarell habe er sich ebenfalls herangetraut – mit einigem Respekt. „Das ist eine Technik, die so leicht erscheint, aber die schwierigste ist.“

Die Ausstellungseröffnung findet am Sonnabend um 15 Uhr im Kunsthaus in Bützow statt. Die Bilder von Helmut Schröder sind anschließend bis 1. Oktober (dienstags bis freitags von 10 bis 15 Uhr und sonnabends von 13 bis 15 Uhr) zu sehen.

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