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Bützower Zeitung

20. Oktober 2017 | 16:35 Uhr

Bützow : Honorare für Fest deckeln

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Stadt plant wieder mit drei großen Festen

von
erstellt am 28.Jan.2017 | 05:00 Uhr

Die Termine stehen fest. Auch in diesem Jahr soll es drei große Feste geben, die von der Stadt organisiert werden beziehungsweise bei denen die Stadt zumindest die organisatorischen Fäden in der Hand hält. Darüber informierte Bützows Hauptamtsleiter Frank Endjer auf der jüngsten Sitzung des Hauptausschusses.

Traditionell ist mittlerweile das Fest am 1. Mai rund um das Krumme Haus. Erneut im Programm ist auch das Hafenfest. In diesem Jahr sollen die Gäste das Hafenareal am Sonnabend, 1. Juli, entern. Schließlich gibt es in diesem Jahr die 23. Auflage des Bützower Stadtfestes. Bei den Gänsemarkttagen vom 25. bis 27. August soll genau dieses Thema, der Bützower Gänsekrieg, wieder stärker in den Mittelpunkt rücken, hieß es bereits zum Abschluss der 22. Auflage vor knapp einem halben Jahr. Was auf jeden Fall schon feststeht: Nach vielen Jahren gibt es wieder einen City-Lauf, ein Höhepunkt des Stadtfestes.

Während der Sitzung des Hauptausschusses wurde auch die vierte große Feier genannt. Dazu hat sich mittlerweile der Bützower Adventsmarkt gemausert. Vom 1. bis 3. Dezember wird er stattfinden, so ist es im Jahresplan verankert. Doch genau dieses vorweihnachtliche Event sorgte jetzt für Diskussionen.

Es gebe dazu Gesprächsbedarf, sagte Endjer. Grund dafür seien Honorare, mit denen die Stadt die Veranstaltung unterstützt. „Die Zuwendungen sind uns mit den Jahren aus dem Ruder gelaufen.“

Hintergrund: Viele Jahre war der Weihnachtsmarkt, später in Adventsmarkt umbenannt, mit Unterstützung von verschiedenen Vereinen von der Stadt durchgeführt worden. Die Kosten dafür wurde über den städtischen Haushalt mit abgedeckt. Doch schon vor Jahren gab es Diskussionen über Aufwand und Nutzen, auch mit Blick auf die großen Weihnachtsmärkte in andern Städten in der Umgebung, wie etwa Rostock.

Der Verein Miniaturstadt wollte das aber so nicht hinnehmen. Seit 2013 organisieren die Mitglieder im Ehrenamt den Adventsmarkt. Und sie machten das mit viel Man-Power richtig gut, gibt Frank Endjer unumwunden zu. Die Stadt hatte von Anfang an zugesichert, Honorare für Künstler zu tragen. Doch diese Kosten seien mit den Jahren gestiegen. „Es hat sich ein wenig verselbstständigt. Wir brauchen eine konstante Summe“, so der Hauptamtsleiter.

CDU-Fraktionschef Frank Schröder hakte mehrmals nach, wollte wissen, wer solche Zahlungen legitimiert habe. Frank Endjer verwies darauf, dass solche Zahlungen über den Haushalt laufen, zum Beispiel über das Produkt Heimatpflege oder Feste. Einen konkreten Beschluss habe es dazu bisher nicht gegeben. Im Zuge der Neuausrichtung der Verwaltung 2.0 sei das aber jetzt aufgefallen. Fraktionschef Manfred Urban (Die Linke) erinnerte daran, dass der Weihnachtsmarkt vor Jahren über die Stadt organisiert wurde und es sicherlich viel Geld gekostet hat. Endjer erinnerte sich an Ausgaben von rund 6000 Euro. Das sei dann auch der Grund gewesen, kürzer zu treten. Nun, so Urban, organisiere alles der Verein. Da sei es legitim, dass bestimmte Kosten getragen werden.

Genaue Summen, wie sich die Kosten in den zurückliegenden Jahren entwickelt haben, wollte die Verwaltung an diesem Abend nicht nennen. Doch im Fachausschuss soll im März gemeinsam mit dem Miniaturstadt-Verein das Thema genauer erörtert werden. Ziel müsse es sein, die Kosten zu „deckeln“. Am Ende der Diskussion müsse eine Entscheidung der Stadtvertreter stehen, wie hoch künftig solche Zuschüsse ausfallen sollen.

Das träfe nicht nur für den Weihnachtsmarkt zu. Es könnte künftig auch für andere Veranstaltungen als Grundlage dienen, wo Vereine tätig werden.

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