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Bützower Zeitung

26. September 2017 | 11:21 Uhr

Schwaan : Hoffnung für die Lügenbrücke?

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Stadt Schwaan will Bekequerung sanieren

svz.de von
erstellt am 25.Feb.2017 | 05:00 Uhr

Schwaan war einst eine kleine Ackerbürgerstadt. Viele Einwohner besaßen mal hier ein Stück Wiese, mal dort ein Stück Acker. Bis heute sind die Eigentumsverhältnisse deswegen sehr zerstückelt, was in vielerlei Hinsicht auch Probleme mit sich bringt. Beispielsweise, wenn es um Investitionen oder den Ausbau von Wegen geht. Die Stadt Schwaan plant nun ein Bodenordnungsverfahren, um die 1038 Flurstücke auf 425 Hektar neu zu ordnen. Ein solches Verfahren scheiterte 2015 bereits, da Schwaan auf der Prioritätenliste nicht weit genug oben stand.

Verwaltungsmitarbeiterin Katharina Luckmann informierte jüngst die Mitglieder des Bauausschusses über die Pläne der Stadt, ein solches Verfahren zu beantragen. Ein Beschluss sei dafür nicht notwendig. Doch die Verwaltung stellt die Pläne in den Gremien vor, um deren Meinung dazu wahrzunehmen. Der Bauausschuss schien einverstanden. „Wenn es einen Aufschrei geben würde, würde wir als Verwaltung natürlich überlegen, ob wir das machen sollen“, sagt Luckmann. Sie hält die Bodenordnung für sinnvoll. Die teils zerstückelten Grundstücke könnten nach all den Jahren eine neue Ordnung vertragen. „So mancher müsste sich auf seinen Acker einfliegen lassen“, sagt Kathrin Luckmann. Viele Flurstücke hätten keine Erschließung oder Anbindung.

Mit neu geordneten Eigentumsverhältnissen könnte die Stadt Schwaan Investitionen in Angriff nehmen. Davon könnte beispielsweise die Lügenbrücke profitieren. „Den Zustand der Lügenbrücke kennt jeder, da muss man nicht viel zu sagen“, erklärte Luckmann den Mitgliedern des Bauausschusses. Die Bekequerung verbindet allerdings Wege, die nur teilweise öffentlich sind. Geregelte Eigentumsverhältnisse sind also nötig, um Geld für die Brücke in die Hand zu nehmen.

Ähnlich verhält es sich mit dem Weg zur Sandkuhle unweit der Beke, der um den Lindenbruch herum führt. Laut Kathrin Luckmann existiere dieser seit Jahrzehnten und er habe sich zum „öffentlichen Weg“ entwickelt. Er ist jedoch keiner. „Das wollen wir im Zuge der Eigentumsverhältnisse klären“, so Luckmann. Um über Summen für Investitionen in die Lügenbrücke oder besagten Weg zur Sandkuhle zu sprechen, sei es laut der Verwaltungsmitarbeiterin noch viel zu früh. Zum einen seien ohnehin Hilfen und Förderungen notwendig, zum anderen müsse erst einmal das Bodenordnungsverfahren über die Bühne sein. „Und das kann sich über Jahre ziehen.“ Und: Es muss erst vom Land bewilligt werden.

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