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Bützower Zeitung

16. Dezember 2017 | 10:11 Uhr

Bützow : Hoffnung auf schnelles Internet

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Bund startet „Sonderprogramm Gewerbegebiete im Rahmen des Bundesprogramms Breitbandausbau“ / Stadt prüft die Bedingungen

svz.de von
erstellt am 21.Jan.2017 | 09:00 Uhr

In seiner Rede beim Neujahrsempfang bezeichnete Bützows Bürgermeister Christian Grüschow (parteilos) den Breitbandausbau als sein „Lieblingsthema“. Ein ironisches Schmunzeln konnte er sich nicht verkneifen. „Gerade hinsichtlich der Gewerbestandorte in Bützow haben wir einen dringenden Nachholbedarf und im Vergleich zu anderen Kommunen des Landkreises Rostock einen deutlichen Nachholbedarf.“ Er sprach von einer „nicht nachvollziehbaren Entscheidung“ von Land und Landkreis, in einem chancenreichen Antragsverfahren keine Fördermittel für den Breitbandausbau beantragt zu haben. Der „Kelch der Millionenförderung“ sei vorbeigezogen, was mittelfristig zu einem schwer kompensierbaren Standortnachteil führe.

Doch nun steht das „Sonderprogramm Gewerbegebiete im Rahmen des Bundesprogramms Breitbandausbau“ in den Startlöchern. Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) stellt gezielt 350 Millionen Euro bereit, um unterversorgte Gewerbe- und Industriegebiete sowie Häfen ans Glasfasernetz anzuschließen.

„Mit dem Programm bringt der Bund Gigabit-Netze zu den kleinen und mittleren Unternehmen, die unter normalen Marktbedingungen bislang keinen Breitbandzugang erhalten haben“, teilte der Bundestagsabgeordnete Eckhardt Rehberg (CDU) mit. „Damit werden Investitionen von mehr als einer Milliarde Euro ausgelöst. Dadurch stärken wir den Mittelstand, einen zentralen Erfolgsfaktor für Wachstum, Wohlstand und Arbeit in Deutschland.“

Die Stadt Bützow will nun prüfen, ob sie auf den Zug aufspringen kann. „Das klingt interessant“, so Grüschow. Es löse allerdings nicht das Problem der Breitbandversorgung privater Haushalte. Dennoch sei es ein „Strohhalm, um gewisse Versorgungslücken zu schließen“.

Grüschow erklärte, dass nun festgestellt werden soll, welche Bedingungen und Umfänge das Programm mit sich bringt. Denn die mittlerweile verwehrten Programme des Landes wären frei von Eigenmitteln gewesen – 50 Prozent vom Bund, 40 Prozent vom Land und zehn Prozent aus dem kommunalen Aufbaufonds. Den Bützower Haushalt hätte es nicht belastet. Ob dies auch im von Rehberg angepriesenen Sonderprogramm möglich ist, sei nun zu prüfen. Auf jeden Fall würde es einen größeren Aufwand für Bützow bedeuten. Laut Grüschow hätten die Gemeinden beim Landes-Programm „wohlwollend“ zugeschaut. Nun müssten vermutlich eigene Planungen, Ausschreibungen und Hinzuziehungen von Menschen mit dem entsprechenden Know-How unternommen werden.

Möglicherweise eröffnet sich für das Bützower Gewebe also eine Chance, zukunfts- und wettbewerbsfähig zu werden. „Aber es löst nicht die Probleme außerhalb der Gewebegebiete“, so Grüschow.

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