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Bützower Zeitung

19. November 2017 | 22:57 Uhr

Bützow : Hilfeschreie lösen Großeinsatz aus

vom

Feuerwehr, Polizei und Rettungskräfte suchen entlang der Warnow nach einer vermeintlich vermissten Person

svz.de von
erstellt am 09.Sep.2016 | 19:00 Uhr

Ein Großeinsatz mitten in Bützow sorgte am Freitag für Aufregung. Zwei Frauen hatten gegen 9.50 Uhr der Polizei gemeldet, dass sie Hilfeschreie vom Wasser zwischen Hafen und Wehr wahrgenommen hätten, teilt Polizeikommissarin Alexandra Nicklich mit. Vermutet wurde, dass ein Kind in die Warnow gefallen sein könnte.

Eine groß angelegte Suchaktion wurde ausgelöst, Feuerwehr, Polizeihelikopter und der medizinische Rettungsdienst alarmiert. Eine Sirene nach der anderen war in der Innenstadt und dann in der Bahnhofstraße zu hören, wo das Großaufgebot zeitweise für Verkehrsbehinderungen sorgte.

Aus der Luft suchte die Besatzung des Helikopters Merlin mit Wärmebild- und normalen Kameras nach einer Spur der angeblich vermissten Person.  

Am Boden koordinierte Einsatzleiter Volkmar Rossnagel die Suche der Feuerwehrleute, während viele Schaulustige das Treiben teils sehr besorgt verfolgten. Das Gerücht, dass womöglich ein Kind in die Warnow gefallen sein könnte, verbreitete sich in Windeseile. „In so einem Fall werden Boote geordert. Wir haben dann zunächst das Ufer abgesucht, sind die Büsche abgegangen und haben Kräfte nachgefordert“, erklärt Amtswehrführer Ralf Ackerhans die Vorgehensweise.

Mit zwei Ruder- und zwei Motorbooten suchten Bützower und Schwaaner Feuerwehrleute die Warnow  großräumig ab – ohne Ergebnis. „Die Polizei konnte aus der Luft nichts feststellen“, so Ackerhans. „Wir suchen noch die Kanten  und einige Zweige der Warnow ab und hoffen, dass dort nichts ist“, meinte er kurz vor Ende des Einsatzes. Beteiligt waren daran vier Polizeibeamte, vier Mitarbeiter des Rettungsdienstes sowie 27 Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren Bützow und Schwaan.  

Gegen 12 Uhr zogen die Einsatzkräfte schließlich ab. Die erste Befürchtung bestätigte sich nicht. „Wir sind nach der Alarmierung vom Schlimmsten ausgegangen“, sagt Polizeikommissarin Nicklich. „Es gibt aber keine Vermisstenmeldung“, gab sie zunächst Entwarnung. Zudem wurden die Beamten kurz nach Beginn der Suchaktion zu einem weiteren Einsatz gerufen, der womöglich in Verbindung mit den vermeintlichen Hilferufen stehen könnte. In unmittelbarer Nähe fiel eine volltrunkene Frau auf, die laut pöbelte und einen verwirrten Eindruck machte. Sie wurde durch die Polizei in Obhut genommen und in die Warnow-Klinik gebracht. Es sei nicht auszuschließen, dass die beiden Frauen die Rufe der Betrunkenen gehört haben, sagt Nicklich.

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