Spende : Hilfe für Samtpfötchen und Verein

Gespräche vor Ort: Eine Geldspende hatte Holger Greiß (2. v. l) für den Tierschutzverein Schwaan mitgebracht. Da war die Freude bei den Vereinsmitgliedern Simone Klötzer (l.), Manfred Poniatowski (3. v. l.), Liesbeth Wizner und Traute Jansen sowie „Katzenflüsterer“ Bufdi Reiko Neumann (v. r.) groß.  Fotos: Ralf Badenschier
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Gespräche vor Ort: Eine Geldspende hatte Holger Greiß (2. v. l) für den Tierschutzverein Schwaan mitgebracht. Da war die Freude bei den Vereinsmitgliedern Simone Klötzer (l.), Manfred Poniatowski (3. v. l.), Liesbeth Wizner und Traute Jansen sowie „Katzenflüsterer“ Bufdi Reiko Neumann (v. r.) groß. Fotos: Ralf Badenschier

Tierschützer nehmen Siegprämie entgegen / Schwaan soll zum Pilotprojekt bei Kastrations- und Kennzeichnungspflicht werden

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24. November 2017, 11:00 Uhr

Es war ein aufregender Tag für die Mitglieder des Tierschutzvereins Schwaan. Holger Greiß, Regionaldirektor vom Unternehmen Canada Life, überbrachte einen Spendenscheck über 1700 Euro. Die Schwaaner Tierschützer hatten sich an der bundesweiten Aktion „Mach’s möglich“ beteiligt und unter den Teilnehmern aus Mecklenburg-Vorpommern den 1. Platz belegt.

Mit dem Projekt „Erweiterung des Quarantänebereichs in der Auffangstation für freilebende Katzen“ hatten sich die Schwaaner Tierschützer an der Aktion beteiligt, die darauf gerichtet ist, ehrenamtliches Engagement auf besondere Weise zu unterstützen, sagte Holger Greiß. Nun konnte er sich in Schwaan direkt vor Ort auch gleich erklären lassen, wie der Verein das Geld anlegen möchte. „Es gibt ältere und kranke Katzen, die wir aufnehmen, und die erst einmal von unseren anderen Fundtieren getrennt werden müssen“, erklärt Vereinsvorsitzender Manfred Poniatowski. Ein ganzes Haus für diese Tiere zu bauen sei sehr kostenaufwendig. Aber nun werden sich die Schwaaner Tierschützer zwei Quarantäneboxen zulegen, mit denen die notwendige Trennung ebenfalls realisiert werden könne.

Freude herrschte bei Manfred Poniatowski aber noch aus einem anderen Grund. Das Land hatte 17 000 Euro für die Tierauffangstation zur Verfügung gestellt, mit denen die vier Katzenhäuser gedämmt werden konnten. „Jetzt gerade wurden die Arbeiten abgeschlossen“, so der Vereinschef.

Doch der Blick geht schon wieder nach vorne. Zwei wichtige Treffen stehen für den Verein Anfang nächster Woche im Terminkalender. Am Montag ist Manfred Poniatowski Gast bei der Sitzung des Amtsausschusses. Dann geht es um die Fundtierkostenpauschale, die die Gemeinden des Amtes zahlen. Geld, das bisher sowohl an die Schwaaner Tierauffangstation aber zu Teilen auch an das Tierheim Schlage ging. „Wir werden nun komplett die Aufgabe übernehmen“, sagt Manfred Poniatowski. Deshalb geht es auf der Sitzung des Amtsausschusses unter anderem um die neue Fundtierkostenvereinbarung, die zwischen der Stadt und dem Tierschutzverein getroffen werden muss.

Einen Tag später, am Dienstag erwarten die Tierschützer um Manfred Poniatowski dann Elisabeth Dey, Leiterin des Veterinäramtes des Landkreises Rostock, sowie Kreisdezernent Stephan Meyer. Auf der Oktobersitzung des Kreistages hatte sich der Schwaaner zu Wort gemeldet und um Hilfe gebeten. Seit Jahren kämpfen die Schwaaner für eine Kastrations- und Kennzeichnungspflicht für unkastrierte Freigängerkatzen aus Privathaushalten. Denn die große Zahl an Fundkatzen stellt für die Tierschutzvereine eine riesige finanzielle Belastung dar. Nachdem Rostock in Mecklenburg-Vorpommern Vorreiter war, hatten auch die Schwaaner Stadtvertreter auf Drängen des örtlichen Tierschutzvereins im Juni 2015 eine Kastrations- und Kennzeichnungspflicht beschlossen. Die hätte von Landkreis genehmigt werden müssen. Doch es gab zu diesem Zeitpunkt keine Landesverordnung. Die wurde dann Ende 2015 beschlossen und übertrug die Zuständigkeit auf die Landkreise. Seitdem ist nichts passiert.

Nach seinem Auftritt vor den Mitgliedern des Kreistages scheint aber nun Bewegung in die Sache zu kommen, so Manfred Poniatowski. Die Signale, die aus dem Kreishaus kommen, geben jedenfalls die Hoffnung, „dass wir dann die zweite Kommune nach Rostock im Land sind, die eine solche Kastrations- und Kennzeichnungspflicht hat“, sagt der Vereinschef. Schwaan solle zum Pilotprojekt im Landkreis werden.

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