zur Navigation springen
Bützower Zeitung

16. Dezember 2017 | 12:16 Uhr

Schwaan : Hier wird Kultur groß geschrieben

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Seit etwas mehr als einem Jahr betreibt Jana Petersen die „Sackgasse 25“. Tradition mit Konzerten und Veranstaltungen wird fortgeführt

svz.de von
erstellt am 29.Aug.2017 | 21:00 Uhr

Wer als Schwaaner an den Begriff Kultur denkt, kommt ganz unweigerlich auf die Kulturschänke „Sackgasse 25“. Denn mittlerweile ist die Lokalität wieder in Familienhand und dort soll Kultur auch weiterhin groß geschrieben werden.

Am 15. Februar 2005 eröffnete Gundula Tkotsch die „Sackgasse 25“. Vielen Schwaanern sind auch die Vorgänger „Warnow Café“ oder „Zur Post“ am selben Standort am Markt 25 noch Begriffe. Bis 2012 hat betrieb Tkotsch die Lokalität und holte in regelmäßigen Abständen zum Teil namhafte Musiker an die Warnow. Besonders unter Jazz-Fans habe sich die „Sackgasse 25“ einen Namen gemacht, erzählt Gundula Tkotsch.

Ab 2012 wurde die Lokalität vermietet. Und mit dem neuen Betreiber schlief auch die Tradition ein, in Schwaan als kultureller Anlaufpunkt zu fungieren. Im Juli 2016 ging die „Sackgasse 25“ dann wieder in Familienhand über. Gundula Tkotschs Tochter Jana Petersen (geborene Tkotsch) übernahm die Schänke. „Ich war sehr glücklich, dass meine Tochter das übernehmen wollte“, sagt Gundula Tkotsch. Bedenken über ihre Nachfolgerin habe sie zu keinem Zeitpunkt gehabt.

Das gilt auch für Jana Petersen. Zumindest nach Abwägung der Für und Wieder. „Aber ich war vorher schon zehn Jahre mit einem Caterin selbstständig“, sagt sie. Erfahrungen in der Selbstständigkeiten waren also vorhanden, was für den Schritt nicht ganz unwesentlich gewesen sei. „Nur mit der Musikbranche muss ich mich noch anfreunden“, sagt die 48-Jährige. Denn vorher lotste ihre Schwester Sylva Tkotsch die Musiker nach Schwaan. „Sylva hat ein gutes Händchen, mit den Musikern umzugehen und die Stars herzuholen“, sagt Gundula Tkotsch. Sie freut sich, dass Tochter Jana nun die kulturellen Traditionen fortführen will. Mindestens einmal pro Monat werden es Konzerte und kulturelle Veranstaltungen geben.

Dass sie die Kulturschänke übernommen hat, das bereut Jana Petersen nicht. „Klar, zu kämpfen hat man immer ein bisschen“, sagt zu. Aber die Situation werde immer besser. Das Credo besteht darin, Bewährtes zu erhalten. „Es läuft gut, warum also etwas ändern?“, fragt Jana Petersen. Die Speisekarte bleibt größtenteils bei der deutschen Küche („Der Mecklenburger will seinen Rippenbraten“) und auch am urigen Innenleben der „Sackgasse 25“ soll nichts verändert werden.

Erfahrungen habe sie auch mit dem Aufstellen der Kulturprogramme sammeln müssen. So seien einige Musiker aus Leipzig und Berlin angereist, die jedoch auf keine so große Resonanz stießen wie manch anderer Musiker. „Man muss ja mindestens die Gage des Künstlers wieder drin haben“, sagt Jaja Petersen. Die Folge: Hin und wieder kommen Musiker, die bereits da waren. Ein Beispiel dafür ist Andreas Pasternack, der eine Art Publikums-Magnet ist. „Wenn Pasternack kommt, kann ich schon zehn Plätze für die Kindergärtnerinnen reservieren“, sagt Gundula Tkotsch. In Schwaan gebe es mittlerweile bereits kleine Fangruppen.

Ob bei Konzerten oder im normalen Regelbetrieb, Hilfe kann Jana Petersen stets von ihrer Mitarbeiterin Juliana Zaumseil erwarten. Während die Betreiberin auch als Köchin arbeitet, übernimmt Juliane Zaumseil den Servicebereich. Sie ist Ur-Schwaanerin, verbrachte nach der Schule jedoch einige Jahre in anderen Städten, zog aber schließlich wieder in die Warnowstadt. Unterstützung gibt es aber auch noch von Gundula Tkotsch als gute Seele des Hauses. Jedoch ist sie überzeugt davon, dass ihre Tochter und Juliane Zaumseil den Betrieb auch allein bewerkstelligen können. „Die beiden wuppen das schon, das ist ein gutes, junges Team“, sagt sie stolz. Nicht zu vergessen ist auch Hündchen Cherry. Als „Klingel“ bezeichnet Gundula Tkotsch den Vierbeiner. „Sie ist immer da, passt auf und kündigt uns die Gäste an“, sagt Jana Petersen.

Bevorstehende Veranstaltungen in der „Kulturschänke Sackgasse 25“

8. September, 19 Uhr: Jaqueline Boulanger an Friends, ein Abend voller Blues, Soul und Jazz

29. September, 19 Uhr: Dorit Gäbler gibt Hommage an Marlene Dietrich

14. Oktober, 19 Uhr: Swing mit Peter Falkenhagen und Rolf Heinrich

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen