SVZ-Sommertour : Hier stechen die „Wikinger“ in See

Nach dem Ablegen geht es auf den Bützower See hinaus.  Fotos: andreas Münchow
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Nach dem Ablegen geht es auf den Bützower See hinaus. Fotos: andreas Münchow

Leser gingen am gestrigen Montag mit dem Kanuclub Bützow auf große Fahrt

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08. August 2016, 21:00 Uhr

Die „Seeleute“ klettern vom Steg aus über die Bordwand aufs Schiff. Es schaukelt ein wenig. Das lässt aber nach, als die Besatzung ihre Plätze eingenommen hat. Dann reicht der Käpt’n die Ruder ins Boot.

Am gestrigen Montag gingen SVZ-Leser wieder auf Sommertour – diesmal als besagte „Seeleute“. Ihr Boot: das Wikingerschiff des Bützower Kanuclubs, der Käpt’n: dessen Vorsitzender Fritz Hoßmann.

„Es ist wichtig, dass wir alle gleichmäßig rudern, sonst ergeht es uns wie einigen Ruderern am Wochenende bei Olympia“, schmunzelt Fritz Hoßmann und spielt auf Olympioniken an, die mit ihren Booten entweder stehen blieben oder gar baden gingen.

Das Wetter scheint es gut zu meinen an diesem Vormittag. „Wir werden erst um den Hopfenwall herumrudern und dann einen schönen Blick auf Bützow mit Kirche und Schloss haben. Das wird ein sportliches Ding, weil es gegen den Wind geht“, sagt Käpt’n Hoßmann voraus, der im Bootsheck am Ruder sitzt und steuert. „Zurück wird’s dann leichter, da setzen wir das Segel und fahren mit dem Wind.“

Und schon werden die Leinen losgemacht und das 13 Meter lange und 1,50 Meter breite Wikingerschiff legt ab. Die Männer und eine Frau, Helga Langer aus Warnow, legen sich ins Zeug und rudern los. „Nicht schlecht“, findet Steuermann Fritz Hoßmann. Es geht in Richtung Hopfenwall. Inzwischen nimmt der Wind allerdings zu. Trotzdem kommen die „Wikinger“ voran.

Etwa eine halbe Stunde später: Unter Segel kehrt das Boot zurück, umrundet den Hopfenwall und fährt am Gelände des Kanuclubs vorbei. In einiger Entfernung wird gestoppt und das Segel wieder eingeholt. „Zu starker Wind, das Schiff hätte sich zu stark auf die Seite gelegt“, erläutert Fritz Hoßmann. „Wir hätten uns zur Gewichtsverlagerung alle auf eine Seite begeben müssen.“

Das aber wollte er seinen Ruderern nicht zumuten. So geht es dann wieder per Ruder und im Windschatten des nahen Ufers zurück zur Anlegestelle.

„Das war toll“, freut sich Helga Langer. „Die Aussicht war einfach schön. Ich würde gerne mal wieder hier rudern.“ Auf die Frage, ob sie denn ein wenig Angst hatte, lacht sie: „Nee, ich bin eine gute Schwimmerin...“

Auch Hans Voth ist begeistert: „Das war schon schwer, so gegen den Wind zu rudern. Aber meinetwegen hätte die Fahrt ruhig noch länger dauern können.“

Zum Abschluss des Vormittags lädt Fritz Hoßmann seine Crew noch zum Kaffee am Ufer ein, wo dann noch eine ganze Weile geklönt wird.

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