Warnow : Hier fliegen jetzt die Pfeile

Der Vorstand des neuen Vereins: René Weiß, Peggy Schneegans, Dirk Wahmkow, Dirk Schneegans, Sebastian Walter (v.l.). Mit auf dem Bild: der zehnjährige Toni, dem das Darten viel Spaß bereitet.
Der Vorstand des neuen Vereins: René Weiß, Peggy Schneegans, Dirk Wahmkow, Dirk Schneegans, Sebastian Walter (v.l.). Mit auf dem Bild: der zehnjährige Toni, dem das Darten viel Spaß bereitet.

Zum ersten Mal kamen die Mitglieder des neu gegründeten Dartsclub Warnow zum Spielen zusammen

von
04. Februar 2020, 05:00 Uhr

Es wimmelt nur so von jungen und älteren Leuten vor und im ehemaligen Hortgebäude in Warnow. 60 sind es genau. Denn sie, vor allem Jungen und Männer hatten sich zum ersten großen Dartsturnier des Warnower Dartclubs angemeldet.

„Unsere Leute hatten früher immer in Kneipen gespielt. Aber die Möglichkeit gibt es kaum noch“, erzählt René Weiß. Im Oktober 2018 hätten sie sich dann bei Tobias Wahmkow getroffen und gespielt, dann auch kleine Turniere veranstaltet. Das Interesse sei aber so groß, dass man das privat nicht mehr stemmen konnte. „Da haben wir uns zusammengesetzt und beraten, ob wir nicht einen Verein gründen wollen und geeignete Räume suchen sollten. Am 18. August 2019 war es soweit. Wir gründeten den Warnower Dartsclub“, so René Weiß. Seit Januar sind sie nun auch ein eingetragener Verein. Den Vorsitz hat Tobias Wahmkow inne, Sebastian Walter ist sein Stellvertreter, René Weiß der Kassenwart. Weiter im Vorstand sind Peggy und Dirk Schneegans. Der Verein zählt 34 Mitglieder, darunter jeweils drei Kinder und Jugendliche.

Die Gemeinde Warnow hatte dem Dartsclub im Vorjahr die Räume im ehemaligen Hort zur Verfügung gestellt, fürs erste Jahr sogar mietfrei. Nur die Betriebskosten muss der Verein selbst tragen. Und seitdem wurde hier gewerkelt, um die zwei Räume von je 42 Quadratmetern zu Trainings- und Wettkampfräume herzurichten. Keine billige Angelegenheit. Zumal seit 20 Jahren in den Räumen nichts mehr passiert sei. Und, die Ausrüstung, die Ausstattung der Bahnen, die Holzverkleidungen, die Fußbodengestaltung – das alles ist nicht gerade billig. Schon gar nicht die hochwertigen Dartsscheiben, die mit einem LED-Lichtring zur schattenlosen Beleuchtung der Scheibe ausgerüstet sind. Da kostet allein eine schon über 200 Euro. „Derzeit haben wir fünf Bahnen mit solchen Dartsscheiben und nochmal im anderen Raum drei Bahnen mit normalen Dartsscheiben. Unser Ziel sind aber insgesamt zehn wettkampfgerechte Dartsscheiben und Bahnen“, erklärt René Weiß. „Dafür brauchen wir Sponsoren, die sich vielleicht sogar auch aktiv beim Dartssport einbringen.

Mit ihren derzeit 34 Mitgliedern können sie diese Ziele jedoch nicht umsetzen, denn der monatliche Mitgliedsbeitrag beträgt pro Erwachsenen nur 5 Euro, Jugendliche 2,50 Euro und Kinder nichts. Und das soll auch so bleiben. Eher wird um mehr Mitglieder geworben. Ganz konkret am Tag der offenen Tür am 7. März von 10 bis 16 Uhr. Da kann jeder kommen und sich Lust am Dartsspiel holen.

Wer dann Mitglied ist, wird registriert für das digitale Schlosssystem. Mittels Fingerprint kann jeder wie er Lust hat trainieren und 24 Stunden lang an 365 Tagen im Jahr. „Damit wollen wir den Leuten, die ausliegen, die in Schichten arbeiten oder die vielleicht lieber ganz früh oder mitten in der Nacht trainieren wollen, die Möglichkeit auch geben“, so Weiß. Das spezielle Training ist allerdings immer mittwochs und donnerstags. Das Schloss ist ausgerüstet für 500 Personen. „So sind wir in Sachen Mitgliederzahl nach obenhin weit offen. Und das ist ein Sport für Jung und Alt. Unser jüngstes Mitglied ist acht Jahre alt und unser derzeit ältestes 51. Aber den Sport kann man auch mit 90 machen…“ Und alle zwei Monate, immer am ersten Sonnabend ab 15 Uhr, finden hier Turniere statt, abwechselnd in den Spielmodi „Highscore“ mit maximal 60 Teilnehmern und dann die Jeder-gegen-Jeden-Gruppenphase mit maximal 40 Teilnehmern.

Übrigens sind noch weitere Räume da. René Weiß als Gemeindevertreter könnte sich vorstellen, hier ein Mehrgenerationenhaus einzurichten. Zum Beispiel könnte die Volkssolidarität hier kleine Veranstaltungen, ein Singekreis, Stuhlgymnastik und Co. durchführen, ein Sportraum zum individuellen Trainieren oder für Yogastunden, Gymnastik oder ähnliches könnte eingerichtet werden.

Darum geht's im MEDIENPROJEKT von SVZ und NNN

Etwa 65.000 Schüler und Lehrer allein in unserem Verbreitungsgebiet erhalten in einem gemeinsamen Projekt der Zeitungsverlage und des MV-Bildungsministeriums bis zum Jahresende kostenlosen Zugang zu den Newsportalen. Fragen Sie an den Einrichtungen ihrer Kinder nach den Bedingungen und Login-Daten, die Sie auch in der Familie nutzen können.
Was bewegt die Schüler ab Klasse 5 bis hinauf in die Gymnasien und Berufsschulen unseres Landes? Was passiert in ihrem Umfeld, in Deutschland und der Welt? Wie können seriöse Nachrichten von Fake News unterschieden werden?
Die Schweriner Volkszeitung und die Norddeutschen Neuesten Nachrichten bieten den Schülern die aktuellsten Berichte, liefern in einem speziellen Dossierbereich "Diskussionsstoff" für den Unterricht und möchten mit ihnen in Austausch kommen.
 
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen