bützow : Hier entsteht gerade eine „Rakete“

Gisa Gierer baut mit Colin (l.) und Leon die Flaschen-Rakete. Fotos: andreas münchow
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Gisa Gierer baut mit Colin (l.) und Leon die Flaschen-Rakete. Fotos: andreas münchow

Im Bützower Freizeittreff am Schlossplatz bauten Ferienkinder gestern ein ungewöhnliches Flugobjekt

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01. August 2016, 21:00 Uhr

Zehn, neun, acht... Der Countdown läuft im Bützower Freizeittreff am Schlossplatz. Nicht für das Ferienende, dass zum Glück ja noch weit entfernt ist. Es geht um eine „Rakete“ kurz vor dem Start.

Gestern Vormittag: Die Kinder bauen ein solches Gerät, das auf jeden Fall flugfähig sein soll. Zunächst einmal suchen die kleinen Konstrukteure das Baumaterial für ihr Fluggerät zusammen: eine 1,5-Liter-Wasserflasche, einen Korken, ein Fahrradventil, dazu Pappe und Leim.

Gisa Gierer, Leiterin des Freizeittreffs: „Wir füllen die Plastikflasche zu einem Viertel mit Leitungswasser und verschließen sie dann mit einem Korken, in den wir ein Fahrradventil stecken. Leon (10): „Jetzt müssen wir noch die Flügel anbauen, damit die Rakete auch richtig fliegt.“ Gemeinsam mit Kumpel Colin (7) schneidet Leon die Pappflügel aus und klebt sie an die Flasche, sozusagen als Stabilisatoren.

Leon und Colin sind mit weiteren Kindern aus dem Familienzentrum der Volkssolidarität in den Freizeittreff am Bützower Schlossplatz gekommen. Alle sind gespannt, ob die Rakete auch wirklich richtig fliegen kann.

Für alle Fälle ist Julien Höpner (14) von der Bützower Jugendfeuerwehr dabei. Er ist sozusagen Verantwortlicher für den Start des „Prototyps“ der Flaschen-Rakete. „Ich habe die entsprechende Kontakte, falls etwas Unvorhergesehenes passieren sollte“, schmunzelt Julien. Und schreitet zum Startplatz, ausgerüstet mit einer Luftpumpe für Fahrräder. „Hoffentlich klappt der Start“, meint Eyvar (10), der ebenfalls zu den Kindern aus dem VS-Familienzentrum gehört.

Vorsichtig pumpt Feuerwehrmann Julien durch das Ventil Luft in die Flasche. Die Idee: Wenn der entstandene Druck plötzlich entweicht, steigt die Raketen-Flasche in den Himmel. Rumms, genau das geschieht dann auch. Allerdings hebt das Fluggerät nur wenige Zentimeter ab, kippt zur Seite und bleibt liegen. „Das war ein Fehlstart“, konstatiert Gisa Gierer. Passiert bei echten Raketen ja leider auch manchmal. Gisa Gierer: „Davon lassen wir uns nicht entmutigen. Jetzt müssen wir uns daheim alle überlegen, was wir besser machen können. Wenn wir uns das nächste Mal treffen, wird es klappen.“

Zeit genug ist ja angesichts der noch bevorstehenden knapp fünf Ferienwochen. Am heutigen Dienstag (13.30 Uhr) allerdings geht es erst einmal an den Bützower See. Hier steht eine Fahrt mit dem Drachenboot des Kanuclubs auf dem Programm. Am Mittwoch ab 10.30 Uhr wird im Freizeittreff wieder gemeinsam das Mittagessen vorbereitet.

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