Investitionen : Herdprämie für neues Kita-Dach

Kurz vor der Fertigstellung: Die Kindertagesstätte Schwanenkinder in Schwaan erhält ein neues Dach. Dafür wurden auch Bundesmittel aus der sogenannten „Herdprämie“ eingesetzt.
Kurz vor der Fertigstellung: Die Kindertagesstätte Schwanenkinder in Schwaan erhält ein neues Dach. Dafür wurden auch Bundesmittel aus der sogenannten „Herdprämie“ eingesetzt.

Schwaan setzt Bundesmittel für Sanierungsarbeiten ein / Insgesamt fließen rund 140 000 Euro in die Ämter Schwaan und Bützow-Land

23-11367640_23-66108348_1416395129.JPG von
23. November 2017, 05:00 Uhr

Die letzten Steine auf dem neuen Dach der Kindertagesstätte „Schwanenkinder“ wurden gestern gesetzt. Für diese seit langem geplante Investition konnte Schwaan jetzt auch Bundesmittel einsetzen. Die Stadt bekam 31 500 Euro von der sogenannten Herdprämie (siehe Hintergrund).


Landkreis gibt Mittel doppelt weiter

Insgesamt erhält der Landkreis Rostock in diesem Jahr knapp 1,44 Million Euro. Etwa die Hälfte davon muss er an die Gemeinden weiterleiten. Die Verteilung erfolgt entsprechend der Anzahl der Kinder bis zu 10 Jahren. „Der Landkreis aber gibt auch die Mittel, die ihm zustanden an die Gemeinden weiter“, berichtet Kreissprecher Michael Fengler. Wie so oft, muss nun allerdings alles schnell gehen. Ende Februar erwartet der Landkreis eine Abrechnung der Gelder. Wie in den Ämtern mit dem Geldsegen umgegangen wird, ist unterschiedlich.

Amt Schwaan: Jede Gemeinde hat ein Projekt

Im Amt Schwaan stehen insgesamt rund 47 000 Euro bereit. In Schwaan für das Kita-Dach, in Bröbberow für die Heizungsanlage in der Kindertagestätte. Die Gemeinde bekam dafür 5400 Euro, so Dirk Antelmann, Stadtrat in Schwaan. In der Kindertagesstätte in Wiendorf wurden neue Außengeräte angeschafft. Dorthin flossen 6300 Euro von den Bundesmitteln. Kassow bekam 1700 Euro, Rukieten 2100 Euro, so Antelmann.

Jugendfeuerwehr mit bedacht

Das Amt Bützow-Land partizipiert in einer Größenordnung von rund 92 000 Euro von der „Herdprämie“, informiert Katja Voß, Sprecherin der Stadtverwaltung Bützow. „Die zu fördernden Einrichtungen und Projekte wurden mit dem Bürgermeister und den jeweiligen Gemeinden beziehungsweise Einrichtungen abgestimmt.“ Mit dem Geld werde unter anderem die Anschaffung von kindgerechten Ausstattungsgegenständen sowie von pädagogischem Spiel- und Beschäftigungsmaterial sowie von Außenspielgeräten realisiert. „Aber auch die Beschaffung von neuen Teppichböden, Verdunklungsrollos, Geschwisterwagen und für den Bau eines Zaunes um einen Spielplatz sowie die Installation von Schallschutz steht das Geld bereit“, sagt Katja Voß. Geschaffen worden seien aber auch neue Krippenplätze.

Profitiert haben Kitas in Baumgarten, Bernitt, Tarnow, Steinhagen, Warnow Jürgenshagen und Bützow, ebenso die Horte der Grundschule und der Freien Schule in Bützow. Berücksichtigt wurden aber auch Tagespflegestellen in Tarnow, Bützow und Bernitt, so die Stadtsprecherin. „Die Gemeinden Klein Belitz, Penzin und Zepelin erhalten ihre Zuwendungen für die Kinder- und Jugendarbeit im Ort, zum Beispiel für die Jugendfeuerwehr“, erklärt Katja Voß.

Im Amt Laage werden die Gelder auf die Kindereinrichtungen aufgeteilt, im Amt Güstrow-Land konzentriert man sich hauptsächlich auf ein Projekt. Hier ist es die Kita in Zehna mit einem beachtlichen Sanierungsstau, wie es Amtsleiterin Sabine Schwarz formuliert. „Die Bürgermeister haben sich darauf verständigt, nicht hier und dort mit Kleckerbeträgen zu unterstützen, sondern in Zehna zu helfen“, betont Schwarz. Von den rund 64 000 Euro für die Gemeinden des Amtes werden etwa 55 000 Euro für eine neue Heizung und die Sanierung des Heizungsraumes – ein Anbau – ausgegeben.

In Güstrow können 190 227 Euro für die Verbesserung der Kita-Betreuung ausgegeben werden. „Wir haben die Träger aufgefordert, Projekte einzureichen. Sie reichen von einer Aufwertung der Spielplätze über neues Mobiliar bis zu Schallschutzmaßnahmen“, berichtet Stadtsprecherin Karin Bartock.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen