Bützow : Herbert Raddatz macht sein Ding

Vor dem Kunsthaus und neben zwei seiner Bilder: Herbert Raddatz stellt ab Samstag in Bützow aus.
Vor dem Kunsthaus und neben zwei seiner Bilder: Herbert Raddatz stellt ab Samstag in Bützow aus.

Kunsthaus eröffnet am Samstag die Ausstellung „Sinnbilder des Lebens“ und der 86-jähriger Künstler ist vor Ort.

svz.de von
08. März 2018, 12:00 Uhr

Das Kunsthaus Bützow lädt Interessierte am Samstag, 10. März, ab 15 Uhr zur Eröffnung der neuen Ausstellung „Sinnbilder des Lebens„ mit Werken des Greifswalder Künstlers Herbert Raddatz ein.
Der Maler und Grafiker überrasche mit „Kunst hinter der Kunst“, heißt es in einer Pressemitteilung. Das Motto des 86-Jährigen lautet: „Wahre Kunst gibt nicht Sichtbares wieder, sondern macht Unsichtbares sichtbar.“

Herbert Raddatz wiederholt nicht, was die Natur vorgibt. Der Greifswalder, der sechs Jahre lang den Pommerschen Künstlerbund geführt hat, legt Wert darauf, seine eigene Kunst zu schaffen, und das im Gegensatz zu vielen seiner Kollegen in den unterschiedlichsten Genres.

Nach dem Abendstudium an der Hochschule für bildende Künste Dresden, Außenstelle Cottbus, macht er sein eigenes Ding, wie heute gesagt wird. „Ich möchte nicht in eine Schublade gesteckt werde“, sagt er.

Neue Anregungen sollen aus ihm selbst kommen, so sein Anspruch. Er empfinde eine gewisse Langeweile, wenn man immer dasselbe mache. Ein bisschen stolz ist der Künstler, der Maurer, Feuerungsmaurer, Student und Fachmethodiker für bildnerische und angewandte Kunst war, dass er in Hoyerswerda Schüler hatte, die aus seinen Zirkeln kamen.

Auch Bildhauerei und Fotografie hat Herbert Raddatz gelehrt. „Meine Motive kommen plötzlich, spontan“, berichtet er. Landschaften hat er oft in den unterschiedlichsten Genres in seinen Werken dargestellt. Aber auch Porträts, grafische Arbeiten, Monotypien und Handzeichnungen sind in Bützow ab Samstagnachmittag zu sehen.

Gern arbeitet der Greifwalder auch auf Papier statt auf Leinwand. „Die Struktur ist so unterschiedlich“, erklärt er. Welches sein Lieblingsbild ist? „Im Moment das, das auf dem Plakat zu sehen ist“, antwortet er. Dieses Werk sei für ihn zurzeit eines der wichtigen.

Der Künstler besinnt sich auf die Möglichkeiten der bildenden Kunst, auf das, was Malerei und Grafik heute ausmacht. Es sind die Farben, die Formen, Linien, Kontraste und Strukturen. Nur wenn man sich diesen Reizen hingibt, hat man die Chance, die Welt seiner Bilder zu erschließen. Herbert Raddatz versteckt Botschaften, die seine umgesetzten Kreationen, in neue Richtungen lenken.

Herbert Raddatz hat viel in Ostdeutschland, aber auch in der UdSSR, Polen, CSSR und Bulgarien ausgestellt, erst einmal in Westdeutschland.
Die Ausstellung ist bis Sonntag, 22. April, im Kunsthaus Bützow, Langestraße zu besichtigen.


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