Herannahendes Sturmtief „Xavar“ bremst Bauarbeiter in Bützow

svz.de von
05. Dezember 2013, 08:00 Uhr

Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 180 Stundenkilometer – das Sturmtief „Xaver“ zieht ab heute Nachmittag von Nordwesten kommend mit großer Kraft über Mecklenburg hinweg. Das kündigen die Meteorologen an.


Gerüstbauer sichern alles zusätzlich


Gerüstbauer Gunnar Geike, der derzeit an die 30 Baustellen hat, weiß, was bei solchen Wetterkapriolen an den Gerüsten zu tun ist. „Es müssen die Planen sowie großflächige Werbung abgemacht werden“, sagt der 51-Jährige. Sicher gestellt wird auch, dass die Belege in den oberen Lagen nicht vom Wind ausgehoben werden können. Auch die Verankerungen in den Belegen und an dem Gerüst werden nochmals überprüft. Mit einem Bindedraht, der schon im Baumarkt erhältlich ist, könne an wichtigen Stellen noch einmal nachgesichert werden. Geikes Gerüste stehen derzeit auf 30 Baustellen in Hamburg – jedoch nicht im öffentlichen Bereich, sodass von ihnen kaum Gefahr für die Bevölkerung ausgeht.

Die Bützower, die im Rühner Landweg wohnen und täglich das Baugeschehen an der Käthe-Kollwitz-Schule verfolgen können, brauchen sich keine Sorgen zu machen. „Es werden morgen keine Dachdeckerarbeiten durchgeführt und auch Arbeiten, wofür der Kran benötigt wird, ruhen morgen“, sagt Heiko Henschke, Mitarbeiter der Bützower Wohnungsgesellschaft (Büwo), gestern auf Nachfrage von SVZ. Das Unternehmen baut derzeit die ehemalige Schule zu seniorengerechten Wohnen um. Ob am Freitag wieder diese Arbeiten aufgenommen werden können, hänge von der Wetterlage ab, fügt Henschke hinzu.

In der Justizvollzugsanstalt Dreibergen sieht man dem Sturm gelassen entgegen. Auch dort stehen Baukräne. „Die sind alle gut gesichert. Sie haben auch den vergangenen Sturm überstanden“, so JVA-Sprechens Jens Kötz auf Nachfrage von SVZ.


Kein „Sturmfrei“ an Schule Schwaan


Hans-Ulrich Pabusch, Leiter der Schwaaner Franz-Bunke-Schule, hat noch keine Vorsichtsmaßnahmen eingeleitet. Die Schule bleibt vorerst geöffnet. „Es gibt eine Regelung im Land, wonach jede Schule bei einer besonderen Witterungslage relativ unabhängig entscheiden kann und muss, ob sie geöffnet bleibt“, erklärt Hans-Ulrich Pabusch.

Katharina Drewes, Leiterin der Freien Grundschule Bröbberow, öffnet auch erst einmal die Türen. „Die Schüler, die aufgrund der Witterung unsere Einrichtung nicht erreichen, sind natürlich entschuldigt“, sagt Katharina Drewes. Bei schwierigen Witterungssituationen entscheiden letztendlich die Eltern, ob sie ihre Kinder in die Schule schicken oder nicht, zitiert sie eine Regelung, die das Bildungsministerium wegen des Sturmes erlassen hat.

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