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Aus der Bützower Tafel verhindert : Helfer machen weiter

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Die Ehrenamtler haben gemeinsam mit dem Vorstand beschlossen, den Betrieb kommende Woche wieder aufzunehmen

svz.de von
erstellt am 03.Feb.2016 | 21:00 Uhr

Es geht weiter mit der Bützower Tafel. Das wurde in einer kurzfristig einberufenen Sitzung in den Räumen der Einrichtung beschlossen. An dieser nahmen Vorstandsmitglieder und Ehrenamtler teil, um zu beraten, wie es nun weitergehen soll.

Die Lebensmittel-Ausgabe war am Dienstag das erste mal seit Bestehen der Bützower Tafel ausgefallen. Aus personellen Gründen sollte der Betrieb zunächst für zwei Wochen eingestellt werden. Damit wollten sich Vereinsmitglieder und ehrenamtliche Helfer jedoch nicht zufrieden geben und drängten auf eine möglichst schnelle Lösung des Problems. „Der Vorstand hat beschlossen, dass wir weitermachen und wir machen die Tafel nächste Woche wieder auf“, verkündete gestern Vereinsmitglied Antje Wolff.

Ehrenamtler sind ebenfalls bedürftig

Christina Rohde übernimmt zunächst weiterhin stellvertretend die Aufgaben der Vereinsvorsitzenden Katja Köster. Diese blieb der Beratung gestern krankheitsbedingt fern, wurde aber telefonisch über die aktuellen Entscheidungen informiert.

Alle Ehrenamtler erklärten sich geschlossen bereit, weiterzumachen. „Wir sind frohen Mutes, dass wir das gebacken kriegen“, so Wolff weiter. Bis es kommende Woche weiter geht, gönnen sich die Helfer jedoch eine Pause. „Wir wollen alle auch tief Luft holen in dieser Woche. Es gibt ja keinen Urlaub bei der Tafel“, merkte Wolff an.

Die Ehrenamtler gingen zufrieden aus der Runde, in der auch andere Probleme diskutiert wurden. So müssten sie sich regelmäßig den Vorwurf gefallen lassen, sich übermäßig an den Lebensmitten zu bedienen. „Ihr seid fast alle in der gleichen Situation wie die, die vor der Tafel stehen“, verteidigte Wolff die Männer und Frauen. Niemand müsse sich schämen, die Leistung in Anspruch zu nehmen.

„Ich habe versprochen, mein Möglichstes zu tun und finde das Ergebnis von heute richtig gut“, sagt Wolff . Im März soll in einer Mitgliederversammlung darüber beraten werden, wie die Tafel auch langfristig Bestand hat.

Problematisch bleibt jedoch der Arbeitsaufwand. Alle klagten darüber, dass die Arbeit sehr schwer sei, mehr Helfer benötigt werden.

Stadtverwaltung weist Kritik zurück

Bei der Stadtverwaltung gingen unterdessen zahlreiche kritische Meinungen ein. Den Vorwurf, die Stadt sei in der Verantwortung gewesen, weist Bürgermeister Christian Grüschow jedoch zurück. Die Stadtvertreter seien nicht über die Dringlichkeit der Situation informiert worden. „Das wurde an uns nicht herangetragen“, so Grüschow. Er habe erst am Montag über Dritte von der Schließung erfahren. Zeit zu reagieren, sei da nicht mehr geblieben.

Auch bei einem Gespräch mit Katja Köster im Januar, sei eine prekäre personelle Situation – mit der die Schließung begründet wird – kein Thema gewesen. „Dann hätten wir sofort anders reagieren müssen, ganz klar“, so Grüschow.

Aktuell arbeite die Verwaltung mit Hochdruck daran, auch langfristig ein Lösungskonzept mit dem Verein zu realisieren. „Ich bin guter Dinge, dass wir das schnell wieder zum Laufen kriegen“, so Grüschow abschließend.

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