Bernitt : Helden bekommen ihre Lizenzen

Zum Abschluss des Festes in Kurzen Trechow ließen die Kinder Luftballons in den Himmel steigen.
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Zum Abschluss des Festes in Kurzen Trechow ließen die Kinder Luftballons in den Himmel steigen. Fotos: Sabine Herforth

Über 100 Kinder nahmen am diesjährigen Kindercamp in Bernitt teil und kehren als ausgebildete Superhelden nach Hause zurück

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08. August 2016, 05:00 Uhr

Ein Meer an Luftballons stieg am Sonnabendnachmittag in Kurzen Trechow in den Himmel auf. An ihnen hingen kleine Zettel mit Heldenwünschen. Es war das Finale eines Nachmittagsausflugs der Teilnehmer des Kindercamps auf dem Pfarrhof in Bernitt.

Das Motto in diesem Jahr lautete „Zeit für Helden“ und zog sich konsequent durch die Woche. Denn die gut 120 Kinder mussten gemeinsam ein großes Abenteuer bestehen: Der Superheld Mega-Martin wurde von einer Schurkin entführt und an einem unbekannten Ort festgehalten. Nun war es an Nachwuchsheld Bandana-Boy und den Jungen und Mädchen, den Helden zu befreien. „Er hat mit den Kindern Übungen absolviert und Aufgaben gelöst“, erzählt Gemeindepädagoge Anatolij Derksen. Dabei stießen sie auf immer neue Hinweise, die zu ihrem Helden führten. In einem Transporter wurden sie schließlich fündig und konnten Mega-Martin retten. Zurück auf dem Pfarrhof gab es für alle ein Festessen. „Wenn so ein Held gerettet wird, muss das doch gefeiert werden“, meint Anatolij Derksen.

Bei dem Fest erhielten die Nachwuchshelden, die im Laufe der Woche so viel gelernt hatten, dann selbst ihre Heldenlizenzen, „mit denen sie sich ausweisen können.“

Während des einwöchigen Kindercampd besuchten die Jungen und Mädchen mit ihren Teamern – so wurden die Betreuer genannt – auch „echte“ Helden, zum Beispiel die Feuerwehrleute in Moisall.

Die verschiedenen Gruppen, in die das Camp aufgrund der Vielzahl von Kindern aufgeteilt wurde, unternahmen in den vergangenen Tagen zudem viele verschiedene Aktionen. Angefangen beim Wandertag, über die Nachtwanderung bis hin zu unterschiedlichen Workshops war immer etwas geboten. „Wir haben ein sehr starkes und sehr großes Teamer-Team, das die Kinder betreut hat“, ist Derksen dankbar für die Unterstützung durch die Jugendlichen. „Wir haben wirklich eine schöne Zeit gehabt“, resümiert er zufrieden.

Dabei wechselten die Aktivitäten bewusst zwischen Spannung und Entspannung. „Für die Kinder ist es ein Highlight in den Sommerferien“, ist Derksen überzeugt. Den Abschluss bildete schließlich gestern der gemeinsame Gottesdienst in Bernitt. Jedes Jahr aufs neue fließen dann Tränen bei den Eltern, die ihre Kinder nach einer Woche wiedersehen, aber auch bei den Teamern und ihren Schützlingen, die in dieser Zeit eng zusammengewachsen waren.

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