Heißer Draht: In die Falle getappt

svz.de von
26. Juni 2012, 09:39 Uhr

Tatschow | Ein gruseliges Schicksal ereilte vor ein paar Tagen die Katze von Familie Fittkau in Tatschow.

Das vier Jahre alte Tier tappte auf seinem Streifzug durchs Dorf mit der Pfote in eine Schlagfalle und quälte sich fürchterlich.

"Die Falle stand ganz bestimmt in Tatschow auf einem Gehöft", vermutet Liane Fittkau, der - wie allen in der Familie - das traurige Katzenschicksal sehr an die Nieren ging. Die Familie habe tagelang auf die Katze gewartet, sie war verschwunden und kam nicht, erzählt sie.

Nach Tagen tauchte das vermisste Tier dann plötzlich wieder auf: "Sie schleppte sich mit letzter Kraft nach Hause und zog dabei eine Eisenfalle an der Pfote hinter sich her", so Liane Fittkau. Es sei ein gruseliger Anblick gewesen. Das Tier war völlig entkräftet und die eingeklemmte Pfote hatte sich schon so entzündet, dass es kaum anzusehen war. Die Katze war so schwer verletzt, dass der Tierarzt sie letztendlich einschläfern musste.

Liane Fittkau fragt deshalb: Darf jemand ungestraft einfach solche Falle auf seinem Grundstück aufstellen, auch wenn er damit vielleicht einen Fuchs fangen will, der seine Hühner stiehlt? "Das Aufstellen von Schlagfallen ist grundsätzlich verboten", sagt Rolf Matschinsky, Mitglied des Tierschutzvereins Güstrow und Umgebung e. V. Wer einen Fuchs fangen will, muss dazu eine Kastenfalle aufstellen. "Ein Tier darf nicht verletzt oder getötet werden, das steht nur einem Jagdausübungsberechtigten zu", so Matschinsky. Wer dagegen verstößt, kann ordnungsrechtlich und zivilrechtlich belangt werden. Das Problem sei nur, man müsse den Verursacher kennen.

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