Güstrow : Handwerk als Fundament der Gesellschaft

Als bester Lehrling seines Jahrgangs ausgezeichnet:  Vasyl Jung (r.) erhielt Glückwünsche von Landrat Sebastian Constien und Kreishandwerksmeister Rainer Müller (v. l.).
Als bester Lehrling seines Jahrgangs ausgezeichnet: Vasyl Jung (r.) erhielt Glückwünsche von Landrat Sebastian Constien und Kreishandwerksmeister Rainer Müller (v. l.).

Kreishandwerkerschaft Güstrow: 52 Lehrlinge freigesprochen und in den Gesellenstand erhoben

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09. März 2019, 05:00 Uhr

Von Christian Menzel

Zur zentralen Freisprechung von Auszubildenden, die nach einer dreieinhalbjährigen Lehrzeit ihren Gesellenbrief erhielten, reichten die Plätze im Kreistagssaal in Güstrow für die Gäste nicht. Und selbst als Landrat Sebastian Constien (SPD) den Balkon öffnete, mussten einige Gäste die Feierstunde der Kreishandwerkerschaft Güstrow im Wortsinn „durchstehen“.

Kreishandwerksmeister Rainer Müller freute sich über das große Interesse. Ebenso zufrieden zeigte sich Müller mit den Ergebnissen. So waren 59 Lehrlinge zur Prüfung zugelassen worden, das Gros in den Berufen Kfz-, Land- und Baumaschinenmechatroniker. 52 sind nach bestandener Prüfung in den Stand der Junghandwerker erhoben worden.

Dabei gab es sieben Mal die Note „gut“, 29 Mal ein „befriedigend“ und unter 16 Zeugnissen stand das Prädikat „ausreichend“. Als bester Lehrling wurde Vasyl Jung im Ausbildungsberuf Kfz-Mechatroniker von der Firma Ingwer Moritzen in Bützow geehrt.

Der Kreishandwerksmeister räumte ein, dass sich trotz Imagekampagne und verstärkter Werbung noch zu wenige junge Leute für eine Ausbildung in einem Handwerksberuf entscheiden würden. „Das Handwerk ist bei der Berufswahl leider nicht die erste Wahl“, bedauerte er. Wobei Müller auf die stabile Lage hinwies. „Die Auftragsbücher der meisten Unternehmen sind gut gefüllt“, versicherte er.

Noch einen Schritt weiter ging Uwe Lange von der Handwerkskammer Schwerin. Der Vizepräsident sagte voraus, dass das Handwerk „schon in naher Zukunft heiß umworben“ werde. „Die Kunden werden sich auf Wartelisten und sogar auf Ablehnungen einstellen müssen“, prognostizierte er.

In seiner Festrede bezeichnete Landrat Constien die traditionellen Tugenden des Handwerks nicht nur als Fundament der Betriebe, sondern auch wichtig für den Zusammenhalt in der Gesellschaft. „Respekt, Zuverlässigkeit, Miteinander, Leistungsbereitschaft und Verantwortungsbewusstsein“, hob er hervor.

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