Bützower Innenstadt : Halteverbot soll Verkehrsfluss fördern

Wenn vor der Post in der Langestraße ein Auto hält, ist Stau vorprogrammiert.Evelyn Bubber-Menzel
Wenn vor der Post in der Langestraße ein Auto hält, ist Stau vorprogrammiert.Evelyn Bubber-Menzel

Um den Verkehrsfluss in der Bützower Innenstadt zu fördern, soll an der Langestraße ein Halteverbot und die Gebührenpflicht beim Parken eingeführt werden, so will es der Bauausschuss.

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09. November 2012, 06:31 Uhr

Bützow | Schon lange macht sich der Bauausschuss der Stadtvertretung Gedanken darüber, wie das Parken und das Halten von Fahrzeugen in der Bützower Innenstadt am optimalsten organisiert werden kann. Auf seiner jüngsten Sitzung loteten die Ausschussmitglieder nun aus, welche Vorschläge mehrheitsfähig wären, welche man also der Stadtvertretung als Beschlussvorschlag einreichen könnte.

Mehrheitliche Zustimmung fand zum Beispiel der Vorschlag, in der Breite Straße/Ellernbruch die Gebührenpflicht für parkende Fahrzeuge abzuschaffen, dort aber eine eingeschränkte Parkzeit zu belassen.

Eingeführt werden sollte dagegen, so die Meinung des Ausschusses, eine Gebührenpflicht in der Langestraße von der Ostseesparkasse bis hinunter zum ehemaligen Fleischwarengeschäft. "Um gerecht zu sein", wie Ausschussvorsitzender Mathias Wolschon meinte.

Mehrheitlich sprach sich der Ausschuss auch für die Einführung eines absoluten Halteverbotes in der Langestraße ab Höhe der Postfiliale bis zum Markt aus. Es werde zu oft durch parkende Fahrzeuge - vor allem vor der Post - der Durchfluss des Fahrzeugverkehrs gehemmt, so Wolschon. Das Hauptproblem sei die Anlieferung der Post, so der Ausschuss. Er habe aber weniger den Geschäftsverkehr im Auge also vielmehr die vielen privaten Fahrzeuge, deren Besitzer vor der Post halten und mal kurz für eine Besorgung in den Laden "springen", meint Thomas Drewes. Für das Postauto sei doch eine Lösung durch den Abriss eines Hauses gefunden, so Jörg Krone. Joachim Fiedler sprach sich für ein "begrenztes, stundesweises Halteverbot in Spitzenbelastungszeiten" aus. "Dann können sich die Lieferfahrzeuge darauf einstellen", findet er. "Wir brauchten eine Ausnahmegenehmigung für bestimmte Läden", so Martin Schade. Für den Blumenladen in der Straße sehe er kein Problem, so Jörg Krone. Das Lieferfahrzeug müsste sich dann eben nach den bestimmten Zeiten richten.

Eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 km/h in der Langestraße war ein weiteres Thema. Die CDU-Fraktion lehne dies ab, so Mathias Wolschon (CDU). Joachim Fiedler (SPD) sprach sich für eine nächtliche Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 km/h aus. Das gebe es ja in vielen Städten, so Thomas Drewes (Die Linke). Die nächtliche Geschwin-digkeitsbegrenzung kristallisiere sich auch als Forderung im Lärmgutachten heraus, das durch das Landesamt für Umwelt, Natur und Geologie Güstrow erstellt wird, so Wolschon. Deshalb sei diese Frage im Zusammenhang mit dem Gutachten zu lösen, meint er.

Nach der bereits vorgenommenen Verkehrszählung und der Erstellung des Lärmkatasters durch das Lung seien bis zum 30. Juni 2013 in den Städten Lärmaktionspläne aufzustellen, so Bauamtsleiterin Doris Zich. Dort könne man dann die Forderung auf die nächtliche Geschwindigkeitsbegrenzung an der Landesstraße hinein nehmen, schlägt auch sie vor.

Nochmal einen Vorstoß will der Ausschuss zur Beseitigung des regelmäßigen Rückstaus an der Ampelkreuzung an der Behelfsbrücke am Bützower Pennymarkt machen. "Wir werden als Bauausschuss vom Straßenbauamt einfordern, zwei Borde an der rechten Straßenseite wegzunehmen", damit der Geradeaus-Verkehr aus der Stadt in Richtung Wismarsche Straße an den Linksabbiegern vorbei kommt, so Wolschon. So könne bei roter Ampel der Verkehrsfluss an der Stelle erhöht werden, meint er. Die Forderung nach dem Entfernen der Borde war bereits im Hauptausschuss von Joachim Fiedler aufgeworfen worden. Bisher war dies jedoch vom Straßenbauamt abgelehnt worden.

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