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Bützow : Hafen-Promenade mit „Amphitheater“

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Die Arbeiten zum Bau der Hafenpromenade in Bützow gehen dem Ende entgegen. Dabei handelt es sich lediglich um den ersten Bauabschnitt. Später sollen die Platzgestaltung am Hafen mit Sitzgruppen und Parkplätzen folgen.

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erstellt am 19.Okt.2012 | 06:33 Uhr

Bützow | Für den Bützower Bauingenieur André Kohl und den ebenfalls aus Bützow stammenden Schachtmeister Axel Kobus gibt es keine schönere Aufgabe: Gemeinsam mit einheimischen Handwerkern bauen sie nach einem Gestaltungsentwurf des Bützower Architekten Hartmut Böhnke im Auftrag der Stadt die Bützower Hafenpromenade.

"Das ist meine schönste Baustelle", schwärmt Kohl. Sie habe es aber auch in sich, mit all ihren Herausforderungen, gesteht er. Nach dem Baubeginn am 11. Juni gehen die Arbeiten zum Bau der Hafenpromenade nun dem Ende entgegen. "Am 22. November wollen wir fertig sein", sagt Kohl.

Wobei er aber betont wissen möchte, dass es sich beim Bau der Promenade lediglich um den ersten Bauabschnitt handelt. In weiteren zwei Bauabschnitten sollen später die Platzgestaltung am Hafen mit Sitzgruppen, Parkplätzen für Pkw und Busse u. a. folgen. "Es muss unbedingt weiter gehen, denn so kann es nicht bleiben. Die Promenade ist nur das halbe Glück", findet André Kohl.

Er habe aber schon läuten hören, bedauert er, dass die Arbeiten im nächsten Jahr wohl aus Kostengründen leider noch nicht fortgesetzt werden können.

Doch auch so ist der Neubau der Promenade für den Platz an der Einfahrt zur Stadt schon ein Riesengewinn. Insgesamt werden 1,1 Million Euro in die Arbeiten investiert. "70 Prozent der Kosten sind in der Erde versteckt", sagt der leitende Bauingenieur.

Was sich sicher jeder vorstellen kann, der beobachtet hat, wie aufwendig es war, die riesigen, eisernen Ufer-Spundwandprofile und deren Stützen mit einem Vibrationsrüttler ins Ufer zu rammen. "Die Spundwände stehen 14 Meter tief im Wasser", so Kohl. Sie wurden auf einer Strecke von 220 Metern bis hinter den Speicher am Ufer gesetzt. Wobei die hinteren Wände wegen des Geländegefälles etwas flacher als die vorderen sind. Inzwischen sind auf die Spundwände die Abdeckungen aus Beton aufgesetzt. Die zwei Meter breite Promenade selbst ist braun-rot-gelb gepflastert, sie verläuft unmittelbar am Ufer und ist vom angrenzenden Parkplatz durch ein langes Hochbeet abgegrenzt.

In dem Beet befinden sich auch fünf sogenannte Koaleszenzabscheider, in der das Regenwasser vom Platz gereinigt wird, bevor es in die Warnow fließt. "Das Wasser hat dann fast Trinkwasserqualität", sagt André Kohl. In die Hochbeete selbst wurden drei Nischen eingelassen, in denen jeweils zwei Bänke und ein Papierkorb aufgestellt werden sollen. Schon fast fertig ist der Schiffsanleger im hinteren Teil der Promenade, durch die Bützow eine Vorreiterrollen in Sachen Schiffsverkehr auf der Warnow einnehmen wird. Zur Montage des Schwimmstegs aus Beton rückte ein 200-Tonnen-Kran an. "Der war zweimal so hoch wie der Speicher", erzählt Kohl. Gestern wurde der Landgang montiert, über den der Steg dann von der Promenade aus betreten werden kann.

Absolute Attraktion an der Hafenpromenade aber dürfte die Treppe im vorderen Uferbereich dicht an der War nowbrücke werden. Sie wird in Form eines Amphitheaters gestaltet und wird vermutlich der Anziehungspunkt an der Promenade werden. Die halbrunden Betonteile für die Seitengestaltung lie gen schon auf dem Platz und warten auf den Einbau. Gegenwärtig sind die Handwerker dabei, die mittleren Sitzstufen einzubauen. "Ich bin sehr zufrieden mit der Arbeit der Baufirmen, die bei dem Projekt als Bietergemeinschaft auftreten", sagt André Kohl. Den Hut auf habe dabei der ASA Bau / Tias Tießler aus Neubukow und Waldeck. Die Stadt habe Wert darauf gelegt, so Kohl, dass auch Bützower Firmen an dem Projekt beteiligt werden. So werden die Holz-, Elektro- und Ausrüstungsarbeiten, der Zaunbau und die Sicherheits- und Gesundheitskoordinierung von Bützower Firmen ausgeführt, sagt er.

Für etwas Besonders sorgt der Bützower Heimatverein: Er hat den Anker von der Alten Badeanstalt mit einer Sonnenuhr ausgestattet und wird dies als Kunst am Bau an der Hafenpromenade aufstellen.

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