zur Navigation springen
Bützower Zeitung

24. November 2017 | 18:00 Uhr

Steinhagen : Gutshaus bekommt neues Dach

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Gemeinde investiert 232 000 Euro und setzt dabei Fördermittel von Bund und Land ein

von
erstellt am 13.Sep.2016 | 05:00 Uhr

Umfangreiche Sanierungsarbeiten laufen derzeit am Gutshaus in Steinhagen. Bis Anfang Oktober soll das historische Gebäude ein neues Dach bekommen. Die Gemeinde kann dabei auf Fördermittel von Bund und Land zurückgreifen.

Die Neueindeckung des Gutshauses sei dringend notwendig, sagt Bürgermeister Dirk Voß (EB). „Wir hatten in den vergangenen Jahren immer wieder Wasserschäden, die dann notdürftig repariert wurden.“ Das letzte Mal sei das Dach vor mehr als 30 Jahren erneuert worden. Da es seinerzeit aber Materialprobleme gegeben habe, seien statt Ziegeln Pappschindeln verlegt worden, erklärt der Bürgermeister. Deshalb könne er noch nicht ganz genau sagen, ob die bisher geplanten Arbeiten wirklich ausreichen. „Es kann durchaus passieren, dass wir vielleicht noch Balken auswechseln müssen, wenn sie durch Feuchtigkeit beschädigt worden sind“, verweist Dirk Voß auf mögliche unvorhergesehene zusätzliche Reparaturen.

Verlegt werden nun schwarze Biber in Doppelreihe, erklärt Christian Kalinke von der bauausführenden Firma aus Kritzkow. „Deshalb müssen die Dachlatten in einem kürzeren Abstand befestigt werden“, sagt der Dachdecker. Insgesamt sind für die Arbeiten rund 232 000 Euro veranschlagt, informiert Doris Zich vom Bauamt der Verwaltung in Bützow. Dabei kann Steinhagen auf Fördermittel aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ zurückgreifen. Das heißt, rund 75 Prozent der förderfähigen Kosten werden von Bund und Land getragen. Die Arbeiten am Dach nutzt die Gemeinde aber zugleich dafür, die Holzfenster, die vor mehr als zehn Jahren eingesetzt worden sind, mit neuer Farbe zu versehen. „Jetzt, wo die Gerüste stehen, ist das doch eine gute Möglichkeit“, sagt Gemeindevertreter Hartmut Kühn.

Das Gutshaus ist Bestandteil des Dreiseitenhofes, zu dem auch der sanierte Speicher und ein altes Stallgebäude gehören. Das Gutshaus wurde 1890 von Familie Schütte errichtet, erzählt Dirk Voß. Nach dem Zweiten Weltkrieg zogen dort zunächst Flüchtlingsfamilien ein. Später befanden sich in dem denkmalgeschützten Gebäude der Rat der Gemeinde, ein Kindergarten, der Dorfkonsum und ein LPG-Büro.

Nach der politischen Wende wurde in den 1990er-Jahren erste Sanierungsarbeiten im Haus durchgeführt. Es zogen unter anderem Gesundheitseinrichtungen ein, es gibt ein Büro für den Bürgermeister und ein Beratungsraum für die Gemeinde. „Die Wohnungen, die sich im Anbau des Gutshaues befinden, stehen derzeit leer“, sagt der Bürgermeister. Dort müsse die Gemeinde noch Schäden am Fundament beseitigen, denn es gibt Probleme mit Feuchtigkeit. Das müsse Steinhagen noch angehen. Während sich im Speicher unter anderem ein großer Saal, die Feuerwehr und im benachbarten Inspektorenhaus die Geschäftsstelle des Bauernverbandes befinden, gibt es bisher keine Pläne für die gesicherte Stallruine. Dort war Mitte der 1990er-Jahre ein Feuer ausgebrochen. „Wir haben für den Stall noch keine neue Nutzung gefunden“, sagt Dirk Voß.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen