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Bützower Zeitung

19. August 2017 | 09:33 Uhr

Jagd : Gute Wildbestände in der Region

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Jahreshauptversammlung der Rotwildhegegemeinschaft Bützow / Neuer Vorstand gewählt / Abschusslisten erstellt

Etwa 100 Mitglieder der Rotwildhegegemeinschaft Bützow kamen zusammen, um auf das vergangene Jagd-Jahr zurückzublicken. Etwa 48 000 Hektar Fläche werden von sieben Hegeringen in 134 Jagdbezirken bewirtschaftet. Die Fläche entspricht in etwa der Größe des Altkreises Bützow und Schwaan zusammen, wie Vereinsvorsitzender Ulrich Constien erklärt.

In dem riesigen Bezirk werden Rotwild, Damwild und seit Neuestem auch Muffelwild bewirtschaftet. Laut Ulrich Constien wanderte das Muffelwild aus Richtung Warin in den Bereich um Baumgarten ein. Entsprechend der bislang geringen Population sind die Tiere auch im Abschussplan bedacht. Auf drei Jahre gesehen sind davon 15 vorgesehen, fünf seien davon bereits zur Strecke gebracht worden. „Die Population ist nicht so groß“, erklärt Ulrich Constien. Entsprechend werde damit auch nachhaltig umgegangen. Wenn es am Ende etwa elf von den vorgesehenen 15 Muffelwild wären, sei es schon in Ordnung. Schließlich sollen die Wildschafe nicht ausgerottet werden.

Auf der Abschussliste des vergangenen Jahres, das aus Sicht des Jägers von April bis März geht, standen auch 140 Stück Rotwild. Davon wurden laut Constien 131 zur Strecke gebracht – eine Erfüllungsquote von 90 Prozent. „Damit können wir zufrieden sein.“ In der Zahl inbegriffen sind zwölf Stück Fallwild, das in der Regel bei Verkehrsunfällen verendet. Beim Damwild waren 100 Stück geplant, die zu 100 Prozent erfüllt wurden. Davon waren zehn Stück Fallwild – zehn weniger als im Vorjahr.

Während der Sitzung wurden auch die neuen Zahlen der Abschussliste bestimmt. Beim Rotwild beträgt diese erneut 140 Stück, beim Damwild kamen fünf hinzu, also 105. Um die Populationen müsse sich niemand sorgen. Bei Winterzählungen wurden gesunde Bestände festgestellt. „Darauf können wir stolz sein“, so Ulrich Constien. Auch wenn es den Jägern manchmal unterstellt wird: „Es geht nicht um sinnloses Reduzieren“, betont Ulrich Constien.

Wozu gibt es überhaupt Abschusslisten? Laut Ulrich Constien tragen die Mitglieder der Hegegemeinschaft dafür Sorge, dass die Wildbestände im Einklang mit den von Wild angerichteten Schäden stehen. Insbesondere jetzt, wo die Tiere hoch beschlagen sind (Weidmannsprache für tragend), würden sie Ruhe benötigen. Aufgrund von Spaziergängern oder Abwurfstangen-Jägern, die selbige als Hobby suchen, würden die Tiere jedoch verrückt machen. „Viele nehmen da keine Rücksicht drauf“, moniert Constien. Ein weiterer Grund sei der Wolf. Alle drei Gründe können zu einer permanenten Beunruhigung führen. Die mögliche Folge sind Großrudelbildungen, bei denen Jungwaldbestände und die Landwirtschaft Schäden erleiden können.

Auf der Tagesordnung der Versammlung stand auch die Wahl des neuen Vorstands. In diesen wurden Ulrich Constien, Dirk Heinrich (Förster in Schlemmin), Reinhard Dellin und Jens Schröder einstimmig gewählt. Schröder übernimmt den Platz von Knut Wegner, der aus Altersgründen nicht mehr zur Wahl antrat. „Rotwild ist seine große Leidenschaft“, sagt Ulrich Constien über Knut Wegner, der in der Rotwildhegegemeinschaft Bützow ein Urgestein ist. Komplettiert wird der Vorstand von Mathias Regenstein, der als Forstamtsleiter von Schlemmin gesetzt ist.

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erstellt am 12.Apr.2017 | 09:00 Uhr

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