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Zernin : Grüschow wird gekrönt: Zum Grünkohlkönig 2017

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Großes Grünkohlessen in der Pfarrscheune

svz.de von
erstellt am 13.Feb.2017 | 21:00 Uhr

Grünkohl – mal nicht MV-klassisch mit Speck und Schweinebauch, sondern mit originalem Bremer Pinkel (Hafergrützwurst mit Speck), kleinen Senffleischklößen, geräuchertem Kassler-Krustenbraten, Grünkohl mit Senf und Sahne angemacht und in Fenchel karamellisierten Minikartoffeln. In den Genuss, dieses tolle Rezept ausprobieren zu dürfen, kamen 60 Gäste aus Bützow, Güstrow und Umgebung am Sonnabend in der Zerniner Pfarrscheune. Es war wieder Grünkohl-König-Zeit und das nun bereits zum vierten Mal.

Dazu eingeladen hatten Küchenmeister Ralf Schröder und Amtsvorsteher Eckhard Krüger als Schirmherr der Veranstaltung. Die Gäste, darunter unter anderem Bützows Bürgermeister Christian Grüschow sowie Landtagsmitglied Philipp da Cunha, der seinen Vater, den ehemaligen Landrat Lutz da Cunha mitbrachte, waren zum größten Teil „Wiederholungstäter“ – wohl wissend, dass sich der Küchenmeister immer wieder ein phantastisches Grünkohlrezept einfallen lässt.

Doch bevor die Gäste auf das heiße Büfett losgelassen wurden, hieß es Einsingen zum Hungerkriegen. Den Part des Vorsängers für das Mecklenburglied zum Beispiel übernahm traditionell der Zerniner Manne Stein, auch bekannt als Käpt’n Manner von der Mecklenburger Waterkant. Zum Schluss gab er sogar noch ein selbst gedichtetes Lied als Hommage auf den Grünkohl zum Besten. Anschließend hörte man in der gemütlichen Fachwerkscheune nur noch Besteck- und Tellergeklapper sowie wohlwollendes Gemurmel, denn es schmeckte offensichtlich allen gut.

„Auf die Idee, ein Grünkohlessen mit Ehrung eines Grünkohlkönigs anzubieten, kam ich, weil es so etwas in großen Städten schon gibt. Grünkohl gehört in den Februar zu Frost und Schnee“, so Ralf Schröder. „Der Grünkohlkönig war zum Anfang der Gewinner eines Quiz rund um den Grünkohl. Das Beantworten von Fragen neben dem Essen war den Leuten aber zu lästig, sodass wir uns da etwas anderes einfallen lassen mussten. Unser erster Grünkohlkönig war Jürgen Dinnebier als Gewinner des Quiz. Beim zweiten Mal ernannten wir Jazzmusiker Andreas Pasternack, im letzten Jahr Landwirt Klaus Griepentrog zum Grünkohlkönig.“

In diesem Jahr machte es Schirmherr Eckhard Krüger natürlich erst einmal spannend. Eine Bützower Jury, so erzählte er, habe sich für einen jüngeren Grünkohlkönig entschieden. Doch bevor er den Namen preisgab, stellte er traditionsgemäß ein neues, altes Grünkohlrezept vor – das seiner Großmutter. So, wie er dann von Zutaten und Herstellung eines Grünkohleintopfes mit Eisbein, Kassler und Lungenwurst erzählte, war zu erkennen, dass auch Eckhard Krüger ein leidenschaftlicher Fan der Grünkohlzeit ist.

Als Ralf Schröder dann mit Pokal und Urkunde hinter ihm stand, wurde das Geheimnis gelüftet: Grünkohlkönig 2017 wurde Christian Grüschow. Der zunächst Überraschte zeigte sich dann auch stolz, denn auch er liebe die Grünkohlzeit sehr.

„Die Tradition des Grünkohlkönigs wollen wir weiter fortsetzen“, so Eckhard Krüger später. „Damals hatte mich Ralf Schröder angesprochen, ob ich nicht die Schirmherrschaft dafür übernehmen möchte. Ich habe gern ‚ja‘ gesagt, denn ich sehe jede Aktivität für die Menschen der Region, nicht nur für Zernin, als eine Förderung der Region und des Zusammenseins an. Im nächsten Jahr tragen wir ja den 5. Grünkohlkönig aus und dann wollen wir alle vorherigen vier Grünkohlkönige als Gäste einladen.“

So, wie der Grünkohlkönig langsam zur Tradition wird, so soll auch das Gänseessen im Bützower Rathaussaal am 11. November, dem Martinstag, zur Tradition werden. Dies soll eine Anlehnung an die Gänsegeschichte von Bützow werden, erklärt Ralf Schröder. Deshalb könne man sich diesen Termin gerne schon vormerken.



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