Bernitt : Grünes Klassenzimmer wird nun auch grün

Pflanzen gemeinsam für die Schüler Bäume an der Bernitter Schule: (v.l.) Jan Rose, Heidrun Thom, Birgit Adolphi, Steffen Hambruch, Birgit Czarschka und Heiko Jahn.
Pflanzen gemeinsam für die Schüler Bäume an der Bernitter Schule: (v.l.) Jan Rose, Heidrun Thom, Birgit Adolphi, Steffen Hambruch, Birgit Czarschka und Heiko Jahn.

Auf dem Schulhof der Regionalen Schule mit Grundschule Bernitt wurden nach Errichten der Bänke sechs Obstbäume gepflanzt

svz.de von
01. April 2017, 12:00 Uhr

Das Grüne Klassenzimmer nimmt immer mehr Gestalt an. Gestern pflanzten Schul- und Gemeindevertreter zusammen sechs neue Bäume auf dem Gelände der Regionalen Schule mit Gesamtschule Bernitt.

Mit Spaten und Schaufel wurden die zwei Apfel- und vier Birnenbäume auf der Rückseite des Schulgebäudes in die dortige Wiese gepflanzt. „Die Pflanzung ist eine gelungene Aktion“, sagt Jan Rose. Er und seine Frau Birgit Adolphi hatten die Planungen für die Schulhofumgestaltung übernommen, die auch das Grüne Klassenzimmer umfasst.

Die Schule und die Gemeinde hatten zusammen mit den Schülern darüber diskutiert, wie das Schulgelände verschönert werden könnte. Neben neuen Spielgeräten planten die Beteiligten auch das Grüne Klassenzimmer. „Das Grüne Klassenzimmer bedeutet, dass die Kinder draußen und direkt bei den Bäumen lernen können. Die Bänke stehen schon, nun kommen die Bäume“, sagt Adolphi. Vor diesem Hintergrund haben die stellvertretende Schulleiterin, Heidrun Thom, und Adolphi überlegt, heimische und alte Apfelsorten anzupflanzen. „Es dient auch ein wenig der Wissenserhaltung: Was gab es hier früher für Bäume?“, sagt die Landschaftsarchitektin. Daneben sollen die Kinder herausfinden, wann die Äpfel reif werden. Rose und Adolphi haben die beiden Apfelbäume gesponsert. „Das war uns ein großes Anliegen. Aber auch das Lernen soll nicht zu kurz kommen, weshalb wir Zettel mit den Namen der Bäume und ihren Eigenschaften wie die Blütezeit an sie angebracht haben“, sagt Adolphi.

„Natürlich geht es auch darum, dass die Kinder noch auf andere Art etwas von den Bäumen haben“, sagt Thom. Denn neben dem angestrebten Lerneffekt und der Entspannung, unter raschelnden Blättern zu sitzen, sollen die Schüler sich auch um die Früchte kümmern. „Apfelsaft pressen, Apfelkuchen backen oder die Frucht einfach vom Baum pflücken – all das soll möglich gemacht werden“, sagt Thom.

Die Pflanzung der Bäume ist auch eine Ausgleichsmaßnahme der Gemeinde für gefällte Bäume. Bernitts Bürgermeisterin Birgit Czarschka (SPD) sagt dazu: „Wir wollten sie aber nicht einfach irgendwo pflanzen, sondern dort, wo sie genutzt werden können – wie hier an der Schule.“

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