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Bützower Zeitung

19. Oktober 2017 | 11:20 Uhr

Schwaan : Großprojekt in den Startlöchern

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Rostocker Büro übernimmt die Planung des Multifunktionsgebäudes / Bauliche Details und Finanzierung nicht abschließend geklärt

von
erstellt am 09.Okt.2015 | 06:00 Uhr

In das Projekt Mehrgenerationenhaus ist nach langer Stagnation jetzt Bewegung gekommen. Seit der jüngsten Stadtvertretersitzung steht fest, wer die konkrete Planung des Gebäudes übernimmt: Der Auftrag ging an das Architekturbüro AIB, das seinen Hauptsitz in Rostock hat. Die Stadtvertretung habe die Vergabe einstimmig beschlossen, so Bürgermeister Mathias Schauer. Neben einem anderen Büro hatten die Planer zunächst den Auftrag erhalten, das Konzept für das Mehrgenerationenhaus – ein Masterprojekt zweier Studentinnen aus Berlin – genau zu prüfen. Nach einem Aufklärungsgespräch und der Vorstellung ihrer Referenzen im Hauptausschuss der Stadt sei die Wahl schließlich auf AIB gefallen, sagt Schauer.

Wie es nun im Detail weitergeht, soll in den nächsten Wochen und Monaten ausgelotet werden. Noch stehe beispielsweise nicht fest, ob die Aula der Prof.-Franz-Bunke-Schule tatsächlich abgerissen werden muss, so der Bürgermeister. „Es zeichnet sich aber immer noch so ab, dass es die kostengünstigste Variante ist.“ Die ersten konkreteren Entwürfe würden der Stadt in der kommenden Woche vorgelegt, sagt Schauer.

Für Schulleiter Hans-Ulrich Pabusch ist die Angelegenheit ein zweischneidiges Schwert. Ihm würde es sehr leid tun um die Aula und er könne verstehen, dass viele Schwaaner an der Tradition der Aula hängen. Immerhin hätten 60 Jahrgänge dort ihre Zeugnisse überreicht bekommen. „Aber aus rationalen Gründen würde ich sagen, wenn es funktionaler und günstiger wäre, muss sie weichen. Wenn es andere Varianten gibt, wäre das jedoch auch nicht schlecht“, sagt Pabusch.

Bis die baulichen Einzelheiten nicht feststehen, bleibt auch die Frage nach der Finanzierung offen. Denn Fördermittel können nur beantragt werden, wenn die Entwürfe vorliegen. Vorher steht auch nicht fest, wie viel das Projekt am Ende kostet. Das Konzept der Studentinnen hätte mit knapp 4,2 Millionen Euro zu Buche geschlagen, sagt Schauer. „Das übersteigt unsere Grenzen.“ Jetzt werde versucht, die verschiedenen Bedarfe aufzuschlüsseln. Das richtet sich nach den Parteien, die später im Mehrgenerationenhaus, das mittlerweile zum Multifunktionshaus umbenannt wurde, unterkommen sollen. Schauer: „Wir fragen uns jetzt, was die Schule, der Jugend- und der Seniorenclub sowie die Bibliothek brauchen.“ In diesen Prozess der Planung sollen alle Beteiligten mit eingebunden werden. „Wenn wir feststellen, dass übersteigt unsere Spielräume, müssen wir die Planung anpassen“, sagt Schauer.

Auf der Grundlage der konkreten Zahlen könne dann auch der Antrag auf Fördermittel gestellt werden. Dann entscheide sich ebenfalls erst, über welchen Fördertopf das Projekt letztlich laufen wird.

Wenn die Entwürfe des Planungsbüros vorliegen, sollen sie in den kommenden Wochen ausdiskutiert werden. Dabei werde neben der Verwaltung auch die Schule voll mit einbezogen, so Schauer.

Wann die Pläne für das Multifunktionsgebäude schließlich in die Tat umgesetzt werden, bleibt erst einmal Spekulation. „Aus Erfahrung kann ich sagen, dass das kommende Jahr sicher völlig mit der Planung ausgefüllt ist“, sagt der Bürgermeister. Der Baubeginn könne gegebenenfalls für 2017 anberaumt werden. Genau festlegen wollte sich der Verwaltungschef diesbezüglich jedoch nicht.

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