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Bützower Krankenhaus lud zum Tag der offenen Tür : Großer Ansturm auf Warnow-Klinik

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Tag der offenen Tür in der Warnow-Klinik: Mehr als 1000 Bützower schauten sich den Neubau an. Unter ihnen auch Gisela Knappe und Helga Ganswindt: "Wir sind Bützowerinnen und uns interessiert, was hier passiert."

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erstellt am 25.Feb.2013 | 10:05 Uhr

Bützow | Großer Ansturm am Tag der offenen Tür in der Warnow-Klinik: Insgesamt schauten sich mehr als 1000 Bützower den Neubau an. Unter ihnen waren auch Gisela Knappe und Helga Ganswindt. "Wir sind Bützowerinnen und uns interessiert, was hier passiert", sagten die beiden fast unisono. Die beiden Frauen schlossen sich einer Führung von Schwester Katja, also Katja Kadsewitz, an.

Die 28-Jährige arbeitet seit mehr als zehn Jahren als Krankenschwester in dem Bützower Krankenhaus und kennt den neuen Anbau an das ältere Klinikgebäude schon jetzt wie ihre eigene Westentasche. Sie beginnt ihren Rundgang am Haupteingang am Empfangs- und Aufnahmetresen und führt die Besucher weiter zum Notaufnahme- und danach zum EKG- und Röntgenbereich. So erklärt sie den Besuchern beispielsweise im CT-Raum, dem Zimmer, in dem sich ein Computer-Tomograph befindet, wie genau mit dem Gerät Brüche zu erkennen und zu analysieren sind.

Auf dem Weg durch die verschiedenen Abteilungen macht Schwester Katja die Besucher auch auf die eine oder andere "Kleinigkeit" aufmerksam, die das Arbeiten sowohl für das Personal als auch den Aufenthalt für die Patienten erleichtern. "Die Türöffner braucht man nicht mehr zu berühren, die reagieren auf Bewegung", sagt Schwester Katja. Die Klinik sei derzeit so gut ausgelastet, dass sie einige Betten zusätzlich aufstellen mussten, erwähnt sie nebenbei. Weiter gehts zum Ambulanten Zentrum in der ersten Etage. Dort werden Magen- und Darmspiegelungen durchgeführt. Es folgt ein Blick in den Physiotherapiebereich und abschließend wird von Schwester Katja der Intensivbereich vorgestellt.

"Sind das normale Werte", fragt Helga Ganswindt und schaut auf den Überwachungsmonitor in einem Zimmer auf der Intensivstation. Dort leuchten Beispielzahlen wie 65 oder 95, die den Herzschlag oder die Atemfrequenz anzeigen. "Ja", erwidert Schwester Katja. In vielen Bereichen steht die neueste Technik, Geräte, wie sie beispielsweise auch im Südstadt-Klinikum in Rostock genutzt werden, fügt sie hinzu. Die Intensivstation könne jedoch noch nicht voll belegt werden, weil dafür noch Personal gesucht werde, sagt sie. Es seien aber schon Bewerbungen eingetroffen, beruhigt Dr. Methodi Jantschulev. Der Ärztliche Direktor der Warnow-Klinik hat selbst einige Führungen durch den Neubau übernommen. "Im Röntgenbereich haben wir einen Kunstschädel geröntgt", sagt Jantschulev. Dadurch, dass nun alle Monitore und Computer miteinander vernetzt sind und die Aufnahme digitalisiert ist, sei das Bild auch auf den Monitoren in anderen Zimmern und bei anderen Ärzten abrufbar, erläutert er.

Gisela Knappe und Helga Ganswindt sind von der neuen Einrichtung begeistert. "Es gab auch mal Zeiten, als das Krankenhaus in Frage gestellt wurde, und um so erfreulicher ist es nun zu sehen, wie sich die Einrichtung entwickelt hat", sagt Gisela Knappe. Sie freut sich auch darüber, dass den Bürgern ermöglicht wurde, bei einem Tag der offenen Tür die neuen Räume zu besichtigen.

Besucherin Janine Heitmann hat zudem die Arbeitsbedingungen der Krankenschwestern im Blick. "Sie haben nun die Medikamente sowie das Sterilgut in ihrem Zimmer", sagt Heitmann, die selber als Krankenschwester arbeitet. Zudem finde sie es gut, dass die Stationen kleiner gehalten wurden. Das wirke familiärer, sagt sie. "Es ist gut, dass so etwas in Bützow entstanden ist", sagt Doris Schönfuß. Die Seniorin hatte von 1962 bis 1967 im Labor- und Röntgenbereich des Krankenhauses gearbeitet. Für die gebürtige Bützowerin war klar, dass sie zum Tag der offenen Tür in die Warnowstadt fahren musste. "Es ist toll, dass die Patienten nicht mehr in andere Häuser fahren müssen, wenn sie ein CT benötigen", sagt sie. Auch die Zweit-Bett-Zimmer seien sehr schön geworden. "Das ist noch nicht in allen Häusern Standard", so Doris Schönfuß.

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