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Bützower Zeitung

23. September 2017 | 11:25 Uhr

Bützow : Großeinsatz mit 76 Wehrleuten

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Beim Feuer im Bützower Vierburgweg entstand ein Schaden von rund 20 000 Euro / Schweißarbeiten sollen Ursache sein

von
erstellt am 14.Jul.2017 | 21:00 Uhr

„Es war eine Materialschlacht“, sagt Bützows Wehrführer Holger Gadinger mit Rückblick auf den Brandeinsatz am Donnerstagabend im Bützower Vierburgweg (SVZ berichtete). Immerhin waren 76 Kameraden aus Bützow, Bernitt, Dreetz, Rühn, Steinhagen, Tarnow, Warnow und Zernin zur Brandstätte geeilt. Insgesamt kamen 40 B-Schläuche, jeder 20 Meter lang, zum Einsatz. „Und wir haben massiv mit Schaum gearbeitet“, so der Wehrführer.

So konnten die Brandschüzter verhindern, dass die neben dem Brandherd stehende bewohnte Villa in Mitleidenschaft gezogen wurde. Außerdem konnten viele Gegenstände aus dem brennenden Garagenkomplex gerettet werden.

Gegen 20 Uhr war in dem massiven Gebäude mit einem Wellasbestdach das Feuer ausgebrochen. Brandursache seien Schweißarbeiten an einem Fahrzeug gewesen, sagt Holger Gadinger. Das hätten mehrere Augenzeugen so bestätigt.

Die Garagen auf dem Gelände einer Firma sind an verschiedene Leute vermietet, zwei waren nach Polizeiangaben vor Ort. Die Garagen waren nach Aussage vom Wehrführer unter anderm mit einem Transporter, Motorrädern, Benzinkanistern, Reifen und vielem anderen mehr vollgestellt. Immer wieder „explodierten“ die Wellasbestplatten mit einem lauten Knall, es entwickelte sich dunkler Rauch. Auch deshalb sei nicht nur der Vierburgweg, sondern auch die L11 stadtauswärts voll gesperrt worden. „Uns ist es gelungen, schnell eine Wasserwand zur Villa aufzubauen. Außerdem haben wir alles aus den anderen drei Garagen herausgeholt, unter anderem Motorräder und sogar eine Musikanlage“, erzählt Holger Gadinger. So beschränkte sich der hauptsächliche Schaden auf die ersten beiden Garagen des fünfteiligen Komplexes.

Der Einsatzleiter war gezwungen, permanent Atemschutzgeräteträger für die Brandbekämpfung direkt am Feuer einzusetzen, da sich aufgrund der Materialien in den Garagen giftige Dämpfe entwickelten. Deshalb waren zwischenzeitlich weitere Wehren alarmiert worden.

Gegen 22.30 Uhr war das Feuer dann unter Kontrolle. Bützower Kameraden blieben aber noch bis weit nach Mitternacht vor Ort. „Und auch im Gerätehaus musste alles wieder aufgeräumt werden. So waren die Kameraden erst gegen 2 Uhr wieder zuhause“, so Gadinger.

Laut Polizeiangaben entstand ein Schaden von rund 20 000 Euro. Ein Brandursachenermittler soll noch zum Einsatz kommen.

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