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Bützower Zeitung

19. November 2017 | 00:40 Uhr

Bützow : Großeinsatz im Milchwerk

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Feuerwehren des Landkreises Rostock simulieren Katastrophenfall

von
erstellt am 17.Apr.2016 | 20:45 Uhr

Ein Großaufgebot an Feuerwehrleuten rückte am Sonnabend zum Einsatz auf dem Gelände des Bützower Dauermilchwerkes im Vierburgweg aus. Der Grund dafür war eine vom Landkreis Rostock organisierte Übung des Gefahrgutzuges Süd. Die Kameraden simulierten die Einsatzabläufe im Falle des Austritts von Ammoniak. „So etwas passiert zwar selten, aber solche Übungen dienen dazu, dass die Einsatzkräfte fähig bleiben für den Fall, dass tatsächlich etwas derartiges passiert“, sagt Kreisbrandmeister Mayk Tessin.

Zum Kern des Gefahrgutzuges Süd gehören die Feuerwehren aus Krakow am See und Langhagen. Sie stellen unter anderem das Equipment für die Messung von Gefahrenstoffen sowie die Dekontamination, also das Entfernen von gefährlichen Substanzen, zur Verfügung. Die Kameraden aus Bützow und Güstrow gehören zur sogenannten Unterstützungskomponente. Gemeinsam retteten sie am Sonnabend acht von zehn fiktiven Menschen auf dem „verseuchten“ Gelände, zwei konnten – in Gestalt von lebensgroßen Puppen – nur tot geborgen werden.

In die Gefahrenzone konnten sich die Feuerwehrleute jedoch nur in speziellen Chemikalien-Schutzanzügen begeben. „Mit der integrierten Atemschutztechnik wiegen sie etwa 35 Kilogramm“, so Mayk Tessin. Getragen werden könnten die Anzüge nur von Kameraden, die die gesundheitlichen Voraussetzungen dafür erfüllen und frei von Platzangst sind. Eine besondere Rolle bei Einsätzen dieser Art spielt die Dekontaminationskette. So muss der jeweilige Giftstoff nicht nur von den geborgenen Personen abgewaschen werden. Auch die Einsatzkräfte, die in die Gefahrenzone vorgedrungen sind, müssen danach die Dekontaminationskette durchlaufen. Diese Schritte gingen die Kameraden bei der Übung ebenfalls durch.

Der Einsatz auf dem Gelände des Milchwerks dauerte am Sonnabend nur wenige Stunden. Bei realen Vorfällen sei der zeitliche Rahmen immer unterschiedlich, genaue Vorgaben gebe es keine, sagt Mayk Tessin. „Für die Kameraden zählt bei so einem Einsatz zunächst immer erst der Selbstschutz. Dessen Sicherung entscheidet über die Dauer“, so der Kreisbrandmeister.

Insgesamt beteiligten sich 68 Kameraden an der Übung, 30 davon aus Bützow. „Es ist schön, dass sich so viele bereit erklärt haben, an einem Wochenende mitzumachen“, sagte Bützows Wehrführer Holger Gadinger, der die Funktion des Übungsleiters einnahm. Mit dem Ablauf sei er zufrieden. Die einzelnen Schritte werden jetzt von den Führungskräften der beteiligten Wehren ausgewertet und mit den Kameraden besprochen.


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