Groß Grenz : Große Rally der bunten Seifenkisten

Los geh’s: Nico Tillmann vom Kulturverein „Kick in“ schickt Mia Balck auf die Strecke.
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Los geh’s: Nico Tillmann vom Kulturverein „Kick in“ schickt Mia Balck auf die Strecke.

Spektakel der selbstgebauten „Rennkisten“ eröffnete das Dorffest. Die Freiwillige Feuerwehr und Kulturverein arbeiten eng zusammen

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11. Juni 2017, 21:00 Uhr

Für Mia Balck mit der Startnummer 1 ist es der erste Auftritt beim großen Seifenkistenrennen anlässlich des Dorffestes von Groß Grenz. Emma Fiedler mit der Startnummer 5 ist die Titelverteidigerin. Und Tim Drewes erreicht mit knapp 26 Sekunden die beste Zeit im zweiten Lauf. Auf seinem kleinen Flitzer steht die 11. Die zweite Auflage des Wettbewerbes mit den selbstgebauten „Rennkisten“ war wieder ein Gaudi beim Dorffest in Groß Grenz.

„Wir starten in drei Altersklassen, bis 9 Jahre, bis 18 und dann die Erwachsenen“, erzählt Nico Tillmann vom Kulturverein „Kick in“. Bei ihm laufen die Fäden für diesen Wettbewerb zusammen. Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr sichern dabei die Strecke ab und agieren als Zeitnehmer.

„Das ist uns ganz wichtig. Das alles ist kein Selbstläufer. So ein Fest geht nur, wenn viele mit anpacken“, sagt Wehrführer Maik Langer. Die Agrargenossenschaft Groß Grenz habe Stroh bereitgestellt, Familie Letzig daraus Stohballen gepresst, die nun zur Begrenzung und zur Sicherheit die Strecke markieren. „Die Klein Grenzer Chaussee und dann weiter die Kirchenstraße bieten sich für das Rennen an“, sagt Tillmann. Im Vorjahr mussten sie die Strecke verkürzen, da seien einige Teilnehmer auf der abschüssigen Straße auf bis zu 30 km/h gekommen.

Das Wettrennen ist ein Spaß für die ganze Familie. Nicht nur Emma Fiedler, sondern auch ihr sechsjähriger Bruder Wilhelm und Mama Katrin gehen an den Start. „Die Seifenkiste ist eine Gemeinschaftsarbeit der Familie“, sagt Katrin Fiedler. Ehemann Torsten agiert in diesem Jahr als „Servicemann“ sagt er mit einem verschmitzten Lachen.

Das Gefährt von Mia Balck ist luftbereift. „Die stammen von einem Elektrofahrstuhl für Senioren“, verrät Opa Peter Wanagas aus Sanitz. Gemeinsam mit seinem Sohn, dem Vater von Mia, Jan Beier, verfolgen sie den Wettbewerb. „Wir sind das erste mal dabei. Wir schauen es uns in diesem Jahr an und greifen im nächsten Jahr so richtig an“, sagt Peter Wanagas und lacht.

Am Ende heißt der Sieger bei den Jüngsten wieder Fiedler, aber nicht Emma war in beiden Läufen insgesamt am schnellsten, sondern ihr Bruder Wilhelm, der 54 Sekunden benötigte. Emma lag gemeinsam mit Tim Drewes zwei Sekunden dahinter. Das reichte für Platz 2. Das Familienergebnis der Fiedlers komplettierte Mama Katrin Fiedler mit Platz 4 bei den Erwachsenen. Bei den 10- bis 18-Jährigen gewann Ferdinand Ellner. Bei den Erwachsenen siegte Willi Langer.

Natürlich gab es auch nach dem Seifenkistenrennen noch jede Menge Abwechslung, unter anderem Wettbewerbe der Feuerwehr und weitere Programmpunkte. Dabei konnten die Organisatoren auch Spenden von Firmen der Region als Preise einsetzen, so Maik Langer. Am Abend wurde dann noch kräftig getanzt und gefeiert.

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