Langen Trechow : Große Familie rockt den Nopperhof

Voller Sound: Die Band „Rantanplan“ bei ihrem Auftritt am Sonnabend auf dem Nopperhof. Die Musiker aus Hamburg hängen gleich noch eine Probewoche hier in Mecklenburg ran, sagt Nico Nopper.
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Voller Sound: Die Band „Rantanplan“ bei ihrem Auftritt am Sonnabend auf dem Nopperhof. Die Musiker aus Hamburg hängen gleich noch eine Probewoche hier in Mecklenburg ran, sagt Nico Nopper. Fotos: Ralf Badenschier

Beim 6. Festevil sorgte eine kleine Windhose nur für eine kurze Unterbrechung. Zweitägiges Musikfest fand riesigen Zuspruch

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30. Juli 2018, 05:00 Uhr

Sonntagvormittag in Langen Trechow. Bei Familie Adebar warten die drei Jungstörche auf Nahrung. Und während das Alttier im Anflug ist, geht es auch rund dreihundert Meter weiter auf dem Nopperhof ums Frühstück essen. Zumindest für die Besucher des Nopper-Festevils, die auf der Koppel übernachtet haben und sich nun langsam auf den Heimweg machen werden. Doch zuvor sorgen die Frauen der Volkssolidarität und weitere aus Kurzen Trechow für eine Stärkung der Festivalbesucher. Und die strömten in diesem Jahr wieder zahlreich in das kleine beschauliche Dorf vor den Toren von Bützow.

Einmal mehr wurde Langen Trechow zu einem Mekka für Musikfans, die es bisschen lauter mögen. Dabei konnte sich Gastgeber und Cheforganisator Nico Nopper einmal mehr auf ein eingespieltes Team und eine große Helfer-Crew verlassen.

„Das ist unwahrscheinlich, wer hier alles in den dunklen T-Shirts mit der Aufschrift rumläuft“, zollte Festivalbesucher Stefan Kalytta dem Organisationschef am Sonnabend Respekt. Er sei schon immer Metalfan gewesen, kenne alle großen Festivals, sei es Wacker oder andere. Doch er stehe jetzt auf die kleineren Events. „Das Gemütliche, das Private, das Persönliche, das gefällt mir“, sagt Stefan Kalytta. Er wollte schon im vergangenen Jahr nach Langen Trechow kommen, zumal er einige der Bands kannte. Doch dann sei etwas dazwischengekommen. Nun hat es 2018 geklappt.

Am Sonnabend habe er noch bis mittags gearbeitet, dann seine Werkstatt abgeschlossen und sei von Borgstedt bei Grimmen nach Trechow gekommen. „Ist da nicht geil?“, fragt er den Reporter. Und das genau zu einem Zeitpunkt, als die Organisatoren gerade eine größere ungewollte Pause einlegen mussten. Denn gegen 18.30 Uhr war eine Windhose über das Festivalgelände gefegt, hatte Absperrzäune und Pavillons umgeweht. Der Schreck war schnell verflogen. Alle im Organisationsteam wussten, was jeder zu machen hatte. Während sich die einen weiter um die Gäste kümmerten, sorgten andere dafür, dass die Bühne für den Auftritt der nächsten Bands hergerichtet wird. Da bestimmten kurzzeitig auch Schrubber den Takt als die E-Gitarre, um das Wasser von den Bühnenbrettern zu fegen. Die Festivalbesucher nahmen alles mit einer stoischen Gelassenheit. Und mit der Sonne, die sich eine Stunde später zeigte, ging auch das Festival in die zweite Runde, die bis nach Mitternacht dauerte.

Organisator Nico Nopper strahlte am Sonntag übers ganze Gesicht, war doch diese sechste Auflage des Musikevents, nach der Schlammschlacht im Vorjahr, wieder gelungen. Dabei wollte er gar nicht so viel sagen, sondern schickte ein Dank an seine Helfer. Nur eins diktierte er den Reporter noch in den Block. „Es möge keiner vergessen, so ein Festival ist Wirtschaftsförderung pur.“ Seien es das Aufbauteam, die Materialien oder alles was zur Versorgung von Bands sowie Besucher dazugehört, wird von Unternehmen der Region geleistet, beziehungsweise hier vor Ort eingekauft. Und nicht zu vergessen, die ehrenamtlichen Helfer, wie die Kameraden der Feuerwehr Kurzen Trechow/Moisall.

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