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Bützower Zeitung

22. Oktober 2017 | 21:28 Uhr

Influenza : Grippewelle erreicht Landkreis

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Deutlich mehr Erregernachweise als noch vergangenes Jahr / Gesundheitsamt rät: bei Grippe zu Hause bleiben und Ruhe gönnen

von
erstellt am 26.Feb.2015 | 16:07 Uhr

Vom Süden Deutschlands ist die Grippewelle immer höher geschwappt. Mittlerweile ist sie auch im Nordosten angekommen und breitet sich weiter aus. „Ob der Höhepunkt allerdings schon erreicht ist, ist gerade noch nicht abzusehen“, sagt Dr. Marita Jenning, Leiterin des Gesundheitsamtes im Landkreis Rostock. Eines steht aber bereits jetzt fest: die Zahl der Erkrankungen liegt deutlich höher als noch im vergangenen Jahr.


Dunkelziffer liegt deutlich höher


Dem Gesundheitsamt des Landkreises werden gegenwärtig zahlreiche Erkrankungen an der echten Virusgrippe gemeldet, informiert Marita Jenning. Während in der gesamten vergangenen Saison 2013/14 im Landkreis nur drei Nachweise gemeldet wurden, sind es in dieser Saison bis zum 25. Februar bereits 155 Nachweise. „Diese Zahlen sind aber auch noch nicht extrem hoch, da die Grippesaison 2013/14 vergleichsweise milde verlief“, sagt die Leiterin des Gesundheitsamtes. Dennoch seien aktuell viele Menschen mit Erkältungsbeschwerden erkrankt. „Da aber nicht bei allen Patienten ein Erregernachweis notwendig ist und daher auch nicht durchgeführt wird, ist mit einer deutlich höheren Dunkelziffer an Influenzaerkrankungen zu rechnen“, sagt sie.

Typisch für eine Grippeerkrankung sei im Gegensatz zu einer einfachen Erkältung der plötzliche Krankheitsverlauf, schildert Marita Jenning. „Von einer Minute auf die andere fühlt man sich schlecht, bekommt Schüttelfrost und hohes Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen“, erklärt sie. Nicht jedoch Husten und Schupfen, das gehöre zu einer grippeähnlichen Infektion, also einer Erkältung, deren Krankheitsverlauf langsamer sei. Die Empfehlung der Gesundheitsamtsleiterin bei echten Grippesymptomen: „Ab ins Bett! Viel trinken und dem Körper Ruhe gönnen. Dazu fiebersenkende Mittel.“ Ob ein Hausarzt konsultiert werden sollte, müsste jeder Betroffene selbst entscheiden. „In den Wartezimmern der Ärzte findet ein reger Erregeraustausch statt“, gibt sie zu bedenken. Also lieber zu Hause bleiben. So schont man sich selbst und schützt andere davor, sich anzustecken.

Eine Grippeimpfung könne zum jetzigen Zeitpunkt eventuell noch helfen, aber nicht unbedingt, so Jenning. Der Körper müsse die Immunabwehr erst aufbauen. Das dauere bis zu zwei Wochen „Bis dahin könnte die Krankheitswelle schon fast beendet sein. Das hoffen wir wenigstens“, sagt Marita Jenning. Bei einer Impfung sei zudem zu beachten, dass der Influenza-      Virus sehr schnell wandelbar sei, so dass der Impfstoff nicht immer optimal schütze.

 

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