Nach dem Tornado : Goldener Spätsommer in Bützow

1 2
1 von 2
 

Heute kehrten der Wetterhahn und die goldene Kugel auf den Dachreiter der Bützower Stiftskirche zurück

von
18. September 2015, 18:57 Uhr

Gegen 16 Uhr war es heute so weit. Hoch oben auf dem Dachreiter der Bützower Stiftskirche funkelte das Gold in der herrlichen Spätsommer-Sonne. Der Wetterhahn und die Kugel, beide fast 300 Jahre alt kehrten an ihren alten Standort zurück. Architekt Hartmut Böhnke begleitete den Augenblick mit der Kamera.  Und auch Pastor Karl-Martin Schabow rief in der SVZ-Redaktion an, um von dem besonderen Ereignis zu berichten.

Vor knapp vier Monaten, nach dem Tornado am 5. Mai, mussten Wetterhahn und Kugel weichen, wurden sie doch durch herumfliegende Gebäudeteile  beschädigt. Auch die Lanze, also der Stab, war in Mitleidenschaft gezogen worden. Die Uhr des Dachreiters, die gerade einmal vor fünf Jahre nach umfangreicher Sanierung neu in Betrieb ging, musste ebenfalls repariert und die Zeiger saniert werden. Ein Blick hoch oben vom Dachreiter, der 1682 auf das Kirchenschiff gesetzt wurde, ließ gestern einen herrlichen Blick über die Innenstadt zu.  Und da sah man. Es hat sich auf den Bützower Dächern schon vieles getan. „Aber wer genauer hinblickt, der weis auch, es ist noch viel zu tun“, so Böhnke. Dass nun wieder Hahn und Kugel ihren Platz auf dem Dachreiter der Stiftskirche gefunden haben, sieht  er als ein weiteres Zeichen der Hoffnung für Bützow.

Die Kirchgemeinde hat bewusst zusätzliches Geld in die Hand genommen. Denn der Wetterhahn und die Kugel wurden nicht nur repariert, sondern erhielten eine komplett neue Schicht mit Blattgold. Und so strahlten beide gestern im Sonnenlicht hinab auf Bützow.

Nun warten Böhnke, Schabow und viele Bützower gespannt auf den Augenblick, bis die Spitze des Kirchturms wieder zurückkehrt. Auch die musste entfernt werden, weil die Lanze komplett verbogen war.

Alles rund um den Tornado in Bützow und Umgebung lesen Sie in unserem Dossier.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen