Nichts ging mehr in Bützow : Gewerbegebiet eine halbe Stunde ohne Strom

Die Tür steht offen, doch kein Kunde darf hinein.  Verkäuferin Kristin Jancke hatte gestern für eine halbe Stunde vor dem Famila-Markt Position bezogen, erklärte den Kunden, warum sie nicht eingelassen werden können. Nadine Schuldt
Die Tür steht offen, doch kein Kunde darf hinein. Verkäuferin Kristin Jancke hatte gestern für eine halbe Stunde vor dem Famila-Markt Position bezogen, erklärte den Kunden, warum sie nicht eingelassen werden können. Nadine Schuldt

Plötzlich ging gar nichts mehr: Als Ricardo Iwen, Famila-Warenhausleiter, gestern Mittag gegen 12 Uhr einen Kunden abkassieren wollte, funktionierte auf einmal die Kasse nicht mehr und das Licht ging aus - Stromausfall.

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10. September 2012, 06:45 Uhr

Bützow | Plötzlich ging gar nichts mehr: Als Ricardo Iwen, Famila-Warenhausleiter, gestern Mittag gegen 12 Uhr einen Kunden abkassieren wollte, funktionierte auf einmal die Kasse nicht mehr und das Licht ging aus - Stromausfall. "Es gingen nur ein paar Notlampen an und die Musik spielte noch", sagt Kristin Jancke, die sich dort in einer Ausbildung zur Abteilungsleiterin befindet.

Auch bei anderen Unternehmen fällt zur selben Zeit der Strom aus - im Autohaus Röwe funktioniert beispielsweise für einige Minuten die Hebebühne nicht mehr. Hier wie auch bei der Dachdecker-Firma Habedank fallen die Computer aus, bei letzterer funktioniert auch die Telefonanlage nicht. Für Famila-Warenhausleiter Ricardo Iwen ist sofort klar, dass der Kassiervorgang abgebrochen werden muss. Auch die anderen Kunden, die sich zur Stromausfallzeit im Markt befinden, werden hinausgebeten, können ihren Einkauf nicht erledigen. "Wir konnten etwa 35 Minuten nicht abkassieren", sagt Iwen. Deswegen stehen für diese Zeitspanne auch Mitarbeiterinnen an der Eingangstür und bitten Kunden später wiederzukommen. Doch von dem Stromausfall ist nicht nur das Kassier-, sondern auch das ganze Kühlsystem betroffen. "Da hängt schon ein ganz schöner Wert dran", sagt Ricardo Iwen. Wäre der Strom über einen längeren Zeitraum ausgefallen, hätten die aufgetauten Lebensmittel vernichtet werden müssen. Doch glücklicherweise sprang in dem Warenhaus sofort das Notstromaggregat an, wodurch größerer Schaden verhindert wird. Nach etwa 35 Minuten wird es schließlich abgeschaltet, da die normale Stromversorgung wieder funktioniert. Doch wie kam es zum Stromausfall?

"Eine Tiefbaufirma hat bei Arbeiten im Wiesengrund ein Mittelspannungskabel mit 20 000 Volt erwischt", teilt Jost Broichmann, Pressesprecher der Wemag, auf Nachfrage von SVZ mit. "Wir haben mehrere Leitungsringe. Die betroffenen Firmen werden nun über einen anderen Ring mit Strom versorgt." Der defekte Bereich ist nun erst einmal vom Netz. "Ein Vorteil ist auch, dass die Netzdienststelle in Bützow ist. So konnte der Schaden schnell lokalisiert und unter Minuten das Problem beseitigt werden", sagt Broichmann.

Doch auch diese knapp 35 Minuten haben ihre Wirkung hinterlassen. "Es gab einen Totalausfall der Computeranlage.Wir waren im Tagesablauf komplett eingeschränkt", sagt Susann Röwe, Geschäftsführerin im Autohaus Röwe. Alexander Delph, der bei Dachdeckerfirma Habedank tätig ist, konnte weder telefonieren noch am Computer arbeiten. "Ich muss aber noch unbedingt Dachziegel bestellen, denn die brauche ich höchstwahrscheinlich schon morgen", sagt Delph. Glück für das Unternehmen und alle anderen betroffenen Firmen, dass die Störung nur von kurzer Dauer war.

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