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Naturdorf Eickhof : Gewappnet für die neue Saison

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Am Sonnabend wird im Naturdorf wieder der Betrieb aufgenommen - der Schwimmsteg und die Trockentoilette an der Warnow wurden genehmigt

von
erstellt am 28.Mär.2017 | 05:00 Uhr

Noch ist es ruhig auf dem Gelände des Naturdorfs in Eickhof. Mit der Stille hat es jedoch bald ein Ende: Am Sonnabend beginnt offiziell die Saison. Der große Ansturm ist laut Chefin Brit Abeln dann aber noch nicht zu erwarten. „Im April haben wir Klassen hier, aber was die Paddler angeht, wird es erst ab Mitte Mai richtig voll.“

In diesem Jahr gibt es einige Veränderungen im Naturdorf. „Wir haben Sven-Erik Muskulus von der Firma Wanderer ins Boot geholt. Er wird Fahrräder und E-Bikes zum Verleih anbieten“, verrät Brit Abeln. Gemeinsam mit dem neuen Partner vermarktet Abeln auch eine Radtour, die über mehrere Stationen auf der Bienenstraße durch die Naturparks Sternberger Seenland und Nossentiner/Schwinzer Heide entlangführt. „Es gibt überall Punkte, wo sich die Teilnehmer über das stark bedrohte Tier informieren können, aber auch viele gastronomische Angebote“, erzählt Brit Abeln. „Das Bienenstraßenprojekt gibt es jetzt schon seit zwei Jahren, die Radtour an sich haben wir entwickelt.“

Auch für Paddler soll Eickhof in Zukunft noch attraktiver werden. Um den Ausstieg zu erleichtern, wird an der Warnow ein Schwimmsteg entstehen. „Der Antrag ist erst abgelehnt worden, nun wurde er aber kurzfristig doch für 2018 genehmigt“, berichtet Brit Abeln. In dem Zuge wird auch eine Trockentoilette mitfinanziert. „Letztes Jahr sind hier 15 000 Paddler angekommen. Die wollen alle zur Toilette, das können wir mit unserer Kläranlage aber nicht leisten“, so Brit Abeln.

So erfreulich der Paddleransturm auf das Warnowdurchbruchstal vom touristischen Standpunkt ist, wirft er für Brit Abeln aber auch die Frage nach der Umweltverträglichkeit auf. Schon seit längerem engagiert sie sich für eine Entlastung des Flusses zugunsten des Ökosystems (SVZ berichtete). „Wir machen alles dafür, dass wir einen naturverträglichen Tourismus anbieten. Der Fokus soll mehr auf Qualität statt auf Quantität liegen“, so Brit Abeln. Auch vor diesem Hintergrund sei die Zusammenarbeit mit Sven-Erik Muskulus für sie von Bedeutung.

Zudem arbeitet die Betreiberin des Naturdorfs daran, weitere Angebote auf dem Gelände zu etablieren. Brit Abeln: „Ich bin immer noch dabei, das pferdegestützte Coaching auszubauen. Dafür arbeite ich mit zwei Heilpraktikerinnen zusammen.“ Außerdem soll es im Sommer eine Horsemanship-Woche geben, bei der die Teilnehmer sich mit der Sprache der Pferde beschäftigen können.

Mit ihren Angeboten ist Brit Abeln für die kommende Saison gewappnet. Doch ein Problem konnte sie bislang noch nicht lösen: „Die Kioskfrau ist in Rente gegangen, jetzt suche ich jemanden, der ihn weiter betreiben möchte.“ Möglich sei dies in Eigenregie oder im Angestellenverhältnis, sagt Abeln. Sollte sich niemand finden, der den kleinen Laden übernimmt, müsse er leider geschlossen bleiben. „Ich habe nicht die Kapazitäten.“

Bevor der ganz große Ansturm losgeht, werden in den kommenden Tagen noch die letzten Arbeiten erledigt, um den Gästen ein angenehmes Umfeld zu bieten. 90 Prozent der Zimmer seien schon gebucht. „Das geht immer schon ab Dezember los“, so Brit Abeln. Generell würden die Übernachtungen gut laufen, die Zahl würde sich immer um 3500 pro Jahr einpegeln.

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