Gestern Chaos im Gewerbegebiet

Auf der Straße „Wolfskrögen“ versammelten sich Einkäufer und Falschfahrer. Zeit weise ging nichts mehr.  Fotos: Regina mai (2)
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Auf der Straße „Wolfskrögen“ versammelten sich Einkäufer und Falschfahrer. Zeit weise ging nichts mehr. Fotos: Regina mai (2)

Straßenbaustelle Rostocker Chaussee rückt nach Norden / „Falschfahrer“ nutzten Wolfskrögen zum Wenden

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03. März 2014, 15:35 Uhr

Das Chaos spielte sich gestern nicht wie von vielen erwartet auf der Schwaaner Straße ab. Es war das Gewerbegebiet, in dem zeitweise nichts mehr ging, weil all jene, die den Hinweisen auf der B 103 kein Vertrauen schenkten, an der Kreuzung Gewerbegebiet/Trendelenburgallee bemerkten, dass hier stadteinwärts Schluss ist, ins Gewerbegebiet fuhren, um zu wenden, und dort auf jene trafen, die bunte Primeln und Bauholz gekauft hatten. Gegen Mittag griff die Polizei ein, regelte den Verkehr per Hand und löste den Stau auf. Die Baustelle Rostocker Chaussee zieht nordwärts. Zwischen der Haselstraße und der Friedrich-Trendelenburg-Allee, haben stadtauswärts die Bauarbeiten auf der rechten Fahrspur begonnen. Der Verkehr läuft nur noch stadtauswärts Richtung A 19. Wer auf der B 103 kommend nach Güstrow will, muss nun unweigerlich nach Strenz abbiegen, um dann über die Schwaaner Straße seinen Weg in die Stadt zu suchen.

Der Berufsverkehr konnte gestern Morgen noch wie gewohnt rollen. Erst am Vormittag wurden Schilder aufgestellt und Absperrungen eingerichtet. Elke Murr gehörte zu jenen, die geduldig oder schimpfend im Gewerbegebiet nur sehr langsam voran kamen. „Das ist hier jetzt nicht so toll. Ich stehe schon 10/15 Minuten“, sagt die Güstrowerin und hofft, noch pünktlich zu ihrem Spätdienst ihren Arbeitsplatz zu erreichen. „Aber ich sehe das gelassen. Die Rostocker Chaussee musste irgendwann gemacht werden. Und es geht doch auch wirklich schnell voran mit dem Bauen“, schätzt Elke Murr ein. „Es sind die Falschfahrer“, sagt Ronald Normann, Leiter des Straßenbauamtes Güstrow. Die Polizei habe kurzfristig geholfen. „Es hilft alles nichts, die Leute müssen lernen, dass es hier nicht mehr nach Güstrow rein geht“, fügt Normann hinzu und kündigt an, dass man sich die Ampelschaltung noch einmal ansehen werde, um die Grünphase für die Autos, die aus dem Gewerbegebiet kommen und nun links abbiegen müssen, etwas zu verlängern. Das große Chaos in der Schwaaner Straße scheint dagegen auszubleiben. Bei offenen Schranken am Bahnhof lief gestern Mittag viel Verkehr durch die Schwaaner Straße, allerdings ohne nennenswerten Stopp. Wenn stets vor der vollen Stunde Züge kommen und wieder fahren, staut es sich wie schon seit Monaten auf der Schwaaner Straße wie auf der Eisenbahnstraße. Darauf muss sich der Autofahrer einstellen. Eine Alternative für jene, die von der A 19 nach Güstrow wollen, bleibt das Ausweichen von der Anschlussstelle Laage zur Anschlussstelle Glasewitz. Stefan Perlitz, der gestern mit seinen Kollegen neue Hinweisschilder an der B 103 vor Güstrow aufstellte, war sich sicher, dass sich die Autofahrer auf die neue Situation schnell einstellen werden. „Am Anfang ist immer etwas Aufregung, aber dann pegelt es sich ein“, sagt er.

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