Tarnow/Warnow : Gemeinsam soll es billiger werden

Wenig Wasser und viel Kraut, vielerorts werden die Zustände der Löschwasserteiche moniert. Wie es um sie bestellt ist, wird spätestens in der Brandschutzbedarfsplanung festgehalten, deren Planung in den Gemeinden und im Amt Bützow-Land nun in die Vollen geht.
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Wenig Wasser und viel Kraut, vielerorts werden die Zustände der Löschwasserteiche moniert. Wie es um sie bestellt ist, wird spätestens in der Brandschutzbedarfsplanung festgehalten, deren Planung in den Gemeinden und im Amt Bützow-Land nun in die Vollen geht.

Gemeinden beschließen Ausschreibung zur Aufstellung der Brandschutzbedarfsplanung über das Amt Bützow-Land

svz.de von
26. April 2017, 07:45 Uhr

Laut Brandschutz- und Hilfeleistungsgesetz sind die Gemeinden dazu verpflichtet, den abwehrenden Brandschutz und die technische Hilfeleistung in ihrem Gebiet zu sichern. Dafür müssen die Gemeinden nun eine Brandschutzbedarfsplanung aufstellen, die mit den amtsangehörigen und angrenzenden Gemeinden abzustimmen ist. Das Amt Bützow-Land hat ebenfalls eine solche Brandschutzbedarfsplanung auszuarbeiten. Dieser Plan wird anhand einer Gefahren- und Risikoanalyse erstellt, in dem auch Schutzziele und die tatsächlichen örtlichen Verhältnisse enthalten sind. Da die Ausarbeitung ein hohes Maß an Fachkompetenz bedarf, ist geplant, dass dies eine Fachfirma durchführen soll. Aus Kostengründen soll die Ausschreibung dafür gesammelt erfolgen. Jede Gemeinde würde dann ihren Kostenanteil tragen. Darüber hatten die Gemeindevertreter in Tarnow und Warnow jüngst abzustimmen.

Die Gemeindevertreter hatten ihr Votum für eine Ausgabe in unbekannter Höhe abzugeben. Denn erst nachdem die Ausschreibung erfolgt ist und ein konkreter Preis feststeht, ist für jede Gemeinde eine Summe ermittelbar. Tarnows Bürgermeister Ingo Sander sagte, dass von Kosten in Höhe von 20  000 bis 25 000 Euro pro Gemeinde die Rede sei. Die Mittel sind im Haushalt für 2017 bereitzustellen. Für das Amt Bützow-Land soll die Kostenübernahme über die Amtsumlage erfolgen. Es werde davon ausgegangen, dass die Kosten gesenkt werden, wenn über das Amt gleichzeitig für alle elf Gemeinden ausgeschrieben wird, so Sander. Da die Gemeinde ohnehin verpflichtet ist, eine Gefahren- und Risikoanalyse durchzuführen und so vermutlich Kosten gespart werden können, wurde dem Beschlussvorschlag in Tarnow zugestimmt.

Nicht ohne Diskussionsbedarf ging die Beschlussvorlage durch die Warnower Gemeindevertretung. „Es gab Schwierigkeiten“, sagt Bürgermeister Siegfried Hoffmann. Diese bestanden eben darin, dass über eine Ausgabe in unbekannter Höhe abzustimmen war. „Wir wissen doch gar nicht, was so ein Externer kostet.“ Die Gemeindevertreter haben schließlich der Beschlussvorlage unter einer Bedingung zugestimmt: Die Kosten für Warnow dürfen sich auf maximal 5000 Euro belaufen. Wenn es teurer wird? „Dann sehen wir weiter“, so Hoffmann.

Die Aufstellung der Brandschutzbedarfsplanungen wurde Ende 2015 im Zuge des Gesetzes zum Brandschutz und zur Hilfeleistung beschlossen. „Durch die Gesetzesänderung können wir viele sinnvolle Maßnahmen umsetzen, die den Feuerwehren die Arbeit erleichtern und die Bedingungen der Kameraden verbessern werden“, sagte Innenminister Lorenz Caffier (CDU) seinerzeit.

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