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Bützower Zeitung

11. Dezember 2017 | 20:12 Uhr

Bützow : Gemeinsam durchs Warnowtal

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Austauschschüler aus Lettland bekommen Mix aus Kultur, Aktion und Teamwork geboten

von
erstellt am 27.Jul.2016 | 21:00 Uhr

In dieser Woche erkundet eine Gruppe lettischer Schüler die Region rund um Bützow. Sie wohnen bei Familien der Schüler des Geschwister-Scholl-Gymnasiums. Im vergangenen Jahr waren bereits Bützower Schüler nach Lettland gereist und lernten dort Land und Leute kennen. Nun stand der Gegenbesuch an. Die Planungen dafür liefen seit vielen Monaten. Am Wochenende wurden die Ankömmlinge mit einem gemütlichen Grillfest am Rühner See begrüßt. Landrat Sebastian Constien und Bützows Hauptamtsleiter Frank Endjer ließen es sich nicht nehmen, die Gäste persönlich willkommen zu heißen.

Ein gutes Dutzend Schüler, begleitet von den zwei Lehrerinnen Inga Ivanova und Karina Rutmane, sind für eine Woche in Deutschland. „Wir hätten sie gern etwas früher dagehabt, dann hätten sie noch etwas Schulalltag mitbekommen“, sagt Uwe Kranz. Weil das nicht klappte, gibt es dafür jetzt einen bunten Programm-Mix aus Kultur, Aktion und Teamwork.

So wurde nach der Begrüßung zunächst ein Familientag mit den Gastfamilien eingelegt. Am Montag reiste die Gruppe dann nach Eickhof, wo es mit Kanus aufs Wasser ging. Hier war Teamwork gefragt. In jedem Boot saßen ein deutscher und ein lettischer Schüler. „Sie mussten sich zusammen durch das Warnowtal kämpfen. Einige sind auch gekentert“, berichtet Kranz. Trotz Starkregens, der die geplante Übernachtung im Zeltlager platzen ließ, hatten alle großen Spaß an der Aktion. Dienstag ging es dann nach Warnemünde und Rostock. Gestern vergnügten sich alle im Heidepark, während heute erneut ein Familientag eingelegt wird. Morgen erkunden die Schüler dann die Bundeshauptstadt, bevor am Sonnabend der Flieger zurück nach Lettland startet.

Es gehe darum, die interkulturelle Kompetenz der Jugendlichen weiterzubilden, Vorurteile abzubauen, aber auch der Zusammenhalt während des Aufenthaltes, erklärt Uwe Kranz, sowie die Sprachbildung kommen nicht zu kurz: „Es wird hauptsächlich Englisch gesprochen.“. Vor allem für die Letten – die kaum Deutsch sprechen – sei das unproblematisch. Das Fernsehprogramm werde in dem Land nicht synchronisiert, sodass viele Letten quasi nebenbei Englisch lernen. Die deutschen Schüler brauchten etwas Übung. Aber: „Nach zwei Tagen Sprachhemmungen haben sie diese abgelegt“, erklärt der Schulsozialarbeiter. Inzwischen würden die Jugendlichen sogar ab und zu Deutsch und Englisch vertauschen. Im Zweifel half aber Kristina Schween, Mitarbeiterin vom BilSE-Institut und Übersetzerin, aus.

Ins Leben gerufen wurde der Austausch 1997 von Bianca Lübke vom Jugendamt. „Sie hat den Staffelstab mit meinem Antritt als Schulsozialarbeiter übergeben“, so Kranz. Das BilSE-Institut ist Träger der Jugendhilfe und Projektträger der 19. Jugendbegegnung Deutschland-Lettland.

Gefördert wird die Jugendbegegnung vom Landkreis, vom Landesamt für Gesundheit und Soziales (LAGuS). Die Gastfamilien leisten ebenfalls einen finanziellen Beitrag.

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