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Wir in Schwaan : Nachfolger gesucht

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Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Einzelhändler Karl-Heinz Semrau möchte Fachgeschäft in jüngere Hände geben

svz.de von
erstellt am 27.Dez.2015 | 15:36 Uhr

Im Oktober ist Karl-Heinz Semrau 65 Jahre alt geworden. Im März beginnt offiziell seine Rentenzeit. Deshalb sucht der Schwaaner einen Nachfolger für sein Zweirad-Fachgeschäft in der Loxstedter Straße. Das hat er in der Wendezeit 1989 aufgebaut. Aber bisher hat sich kein Interessent gefunden.

Dabei ist das kleine Geschäft gleich neben der neu gebauten Warnowbrücke viel mehr als nur Anlaufstelle für Pedalritter. Auch Angelfreunde finden dort alles, was das Herz begehrt, ebenso Hobbygärtner und Heimwerker.

Karl-Heinz Semrau selbst hat mit 14 den Beruf des Schlossers erlernt. „Ich war zunächst im KfL, also im Kreisbetrieb für Landtechnik in Grevesmühlen tätig, habe später beim Autobahnbau Wismar gearbeitet“, erinnert sich der 65-Jährige an die beruflichen Anfänge. Mitte der 1970er-Jahre kam er dann ins Trockenwerk nach Schwaan.

Bereits Mitte der 1980er-Jahre reifte bei ihm der Entschluss sich selbständig zu machen. „Ich wollte eine Brunnenbaufirma und Schleiferei aufmachen. Doch dafür bekam ich keine Genehmigung“, erzählt der Schwaaner. Der Grund: Einen Brunnenbauer gab es schon in Bützow. Doch Semrau ließ nicht locker.Und so eröffnete er 1989 eine Fahrradreparaturwerkstatt am Tannenberg.

1992 kaufte er dann das Haus in der Loxstedter Straße. Das Geschäftshaus ist geschichtsträchtig und war immer ein Teil des Handels in der Warnowstadt. Erbaut 1849 war es bis in die 1970er-Jahre in Besitz einer Familie Lange, erzählt Karl-Heinz Semrau. Es war ein Eisenwarenladen, in dem es alles gab, was man auch im Haushalt benötigt. In den 1970er-Jahren wurde das Geschäft vom Konsum übernommen. Zum Ende seien dort Teppiche verkauft worden. Für den Schwaaner liefen die Geschäfte in den 1990er-Jahre richtig gut. Längst war neben der Reparatur auch der Handel mit Fahrrädern dazugekommen, auch Gartengeräte und Anglerbedarf gehören nun zum Angebot. Natürlich sei es in den zurückliegenden Jahren für kleine Einzelhändler immer schwieriger geworden, auf dem Markt zu bestehen. Doch er habe immer sein Auskommen gehabt. „Ich habe viele Stammkunden. Angler bekommen zum Beispiel bei mir alles, auch Futter“, sagt Semrau.

Er glaubt daran, dass es möglich ist, das Geschäft weiterzuführen. „Wenn nicht, hätte ich schon zugemacht“, sagt der 65-Jährige. Doch hofft er auf einen Nachfolger. Wenn der bis März nicht gefunden ist, möchte er noch den Sommer über weitermachen. Danach müsse man sehen.

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