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Wir in Zepelin : Freizeitpark entsteht

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Poppe Gerken schafft bei Zepelin ein kleines Paradies für Durchreisende

svz.de von
erstellt am 07.Dez.2015 | 10:00 Uhr

In Zepelin, Ausbau Kanal, stehen bunte kleine Blockhütten, dahinter eine kleine Windmühle und ein Teich. Derzeit suchen Durchreisende noch vergebens nach einem Schild, was hier entsteht. „Poppes Freizeitpark“ könnte aber schon in wenigen Monaten am Einfang stehen. Ganz sicher ist der Name noch nicht, aber: Der offizielle Startschuss soll im kommenden Jahr fallen.

Poppe Gerken, vor drei Jahren noch Landwirt, verkaufte seinen landwirtschaftlichen Betrieb und wollte etwas Neues anfangen. „Ich war auf der Suche nach einer Alternative“, erklärt er. Durch Zufall kam er zu dem Haus auf dem Grundstück, das direkt am internationalen Radweg Berlin-Kopenhagen liegt. Schon damals seien hier jährlich gut 10 000 Radwanderer entlanggekommen.

Die Alternative war also gefunden. Poppe Gerken möchte den Durchreisenden ein einfaches Zwischendomizil bieten. Platz dafür hat er auf dem vier Hektar großen Grundstück genug. So entstanden mehrere kleine Hütten, die auf Anhängern stehen und somit auch nach Belieben bewegt werden können. In seinem eigenen Haus stellt er sich einen möglichen Pensionsbetrieb vor – Platz genug ist dafür vorhanden. So will er den verschiedenen Ansprüchen potenzieller Gäste gerecht werden.

Mit einer Übernachtungsmöglichkeit ist es für Gerken aber nicht getan. Er hat viele ausgefallene Einfälle, die er hier in einem ungewöhnlichen Konzept umsetzt. „Mit einer Idee kommt wieder die nächste“, kennt er sich selbst am besten.

So war die hübsche Windmühle, die über allem thront, früher ein Hühnerstall auf seinem Hof, den noch sein Vater gebaut hatte. „Da passt ein Bett rein“, lässt Poppe Gerken erahnen, was er vorhat. „Wer hat denn schon mal in einem Hühnerstall geschlafen?“

Damit es nicht langweilig wird, hat er inzwischen verschiedene Tiere angeschafft, angefangen mit vier kanadischen Bisons. „Ich hoffe, dass es in diesem Frühjahr die ersten Kälber gibt“, so der frühere Landwirt zuversichtlich.

Sie teilen sich die Wiese mit zwei Kamelen und vier Eseln sowie drei Galloways. „Das ist alles ein wenig exotisch“, weiß Gerken, der auch Schweinchen, Gänse, Enten, Hühner und andere Kleintiere besitzt. „Das soll zum einen als Attraktion dienen, hat aber auch einen wirtschaftlichen Wert“, erklärt er. Die Bestände möchte er soweit aufstocken, dass sich der Verkauf des Fleisches lohnt. Selbst der Teich soll für Angelfreunde mit Forellen und Karpfen besetzt werden.

In dieses Konzept fügt sich die Idee, im Sommer Grillfeste zu veranstalten und bei Bedarf Caterer zu engagieren. „Die Bewirtung wollen wir aber den Gästen selbst überlassen“, stellt er klar, dass in den Blockhütten überwiegend Selbstversorgung angedacht ist und er nicht plant, ein Restaurant oder ähnliches zu eröffnen.

Für Kanubegeisterte will er den einfachen Zustieg in die Nebel ermöglichen. „Weil wir hier so nah am Kanal liegen, hoffe ich, das wir uns mit dem Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt Mittleres Mecklenburg (StALU MM) noch einig werden.“ Tagesausflüge mit einem Kremser sind schon jetzt möglich. „Wir haben in der Umgebung genügend Ausflugsmöglichkeiten“, so Gerken. Einige Feinheiten fehlten noch, vieles könne aber auch nach Eröffnung noch abgearbeitet werden.

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