Wir in Penzin : Die Selbständigkeit liegt ihm im Blut

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Tischlermeister Jan Thielk betreibt seit 27 Jahren eine Werkstatt in Penzin

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24. November 2015, 09:48 Uhr

Meisterhaft gestaltet sich das Leben von Jan Thielk. Der gelernte Tischler ist nicht nur Meister seines Faches sondern auch seit zehn Jahren Obermeister der Innung des holz- und kunststoffverarbeitenden Handwerks Güstrow. Mit seiner Werkstatt „Bau- und Möbeltischlerei“ ist Thielk an zwei Standorten in der Gemeinde Penzin vertreten.

„Mein Großvater war selbständig und meine Eltern auch. Es liegt mir also im Blut“, sagt Thielk. Der gebürtige Rostocker absolvierte in der Hansestadt seine Ausbildung zum Tischler. Nach der zweijährigen Lehre machte er in dem Handwerk zusätzlich noch seinen Meister. Da sich Thielk in Rostock keine attraktiven Berufsmöglichkeiten boten, zog er aufs Land. Mit der Unterstützung seiner Familie baute er in Penzin das Gebäude an der Bützower Straße zu einer Werkstatt aus. Währenddessen verdiente sich Thielk in Jürgenshagen sein Geld als Tischler. Am 1. Juli 1988 eröffnete er dann offiziell seine Werkstatt. Thielk startete als eine Ein-Mann-Firma.

Ende 1988 stellte der Tischlermeister seinen ersten Mitarbeiter ein. Mittlerweile beschäftige Thielk fünf Arbeiter in seiner Werkstatt. Von Anfang an bildete er angehende Tischler in seinem Betrieb aus. Aktuell arbeite ein Auszubildender in der Penziner Werkstatt. „Doch die Zeiten sind vorbei, in denen wir einen Auszubildenden noch aus einem großen Stapel von Bewerbungen aussuchen konnten“, sagt Thielk.

„Die Gesellschaft muss schauen, dass sie was für das Handwerk tut. Schneller, als man meinen könnten, ist das Handwerk sonst verschwunden“, so Thielk weiter. Im Durchschnitt sei ein Handwerker 50 Jahre alt, Nachwuchs für den Beruf sei schwer zu finden.

Dass sich Thielk nicht auf einen bestimmten Bereich im Tischlerhandwerk spezialisiere, half ihm, gut durch die Wendezeit zu kommen. „Doch wir müssen uns nichts vormachen. Heutzutage muss man immer mehr als 50 Kilometer fahren, um Arbeit zu haben“, sagt Thielk. So gehen Arbeiten der Meisterwerkstatt auch über die Landesgrenzen hinaus. „Wenn ich mir ein Haus auf Rügen baue, würde ich auch einen Klempner hier aus der Gegend mit den Arbeiten beauftragen, weil man sich eben kennt“, sagt Thielk.

Die Tischlerwerkstatt biete ihre Arbeiten für die Bereiche Fenster, Türen, Treppen, Innenausbau und mehr an. Thielk und seine Mitarbeiter fertigen und montieren Fenster aus Kunststoff oder Aluminium. Weitere Arbeiten sind die Herstellung von Garagentoren, Carports und Bänken. Auch der Dachausbau werde von der Tischlerwerkstatt durchgeführt. Möbelanfertigungen nach Maß gehören ebenfalls zum Angebotskatalog des Tischlermeisters. Die Mitarbeiter der Werkstatt fahren für die Aufträge auch zu den Kunden nach Hause.

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