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Wir in Hohen Sprenz : Berufsfischer und Hobby-Imker

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Werner Loch bewirtschaftet den Hohen-Sprenzer und weitere Seen

von
erstellt am 28.Feb.2016 | 21:00 Uhr

Werner Loch (57) ist Fischer mit Leib und Seele. Er hat immer wenig Zeit, denn neben dem Hohen-Sprenzer See bewirtschaftet er weitere Seen, u.a. den Papensee, den Kuchelmisser See, den Mistorfer See und den Malkwitzer See. Drei Gewässer hat er erst im Frühjahr hinzugepachtet. Zwölf Jahre will er sie bewirtschaften. „So eine Gelegenheit hätte vor 20 Jahren kommen sollen“, sagt er, klingt aber dennoch nicht unzufrieden.

Der Herbst ist für den Fischer die Zeit zum Abfischen. Demnächst werden in den Käfigen im Wasser sich Karpfen, Stör, Schlei, Barsch usw. tummeln und auf ihre letzte Stunden warten. „In zwei Monaten ist Weihnachten“, erklärt Werner Loch. Ein Drittel des Jahresumsatzes mache er in den letzten Wochen des Jahres. Dabei kann der Hohen-Sprenzer Fischer auf eine treue Stammkundschaft bauen. Seinen Fisch verkauft er ausschließlich auf seinem Fischerhof. Mit einem Verkaufswagen durch die Lande ziehen, das sei seine Sache nicht. Zu tun hat er momentan auch mit der Auslieferung von Satzfischen. Die gehen zum Beispiel an Anglervereine, die ihre Gewässer damit bestücken.

Und demnächst beginnt auch wieder das Brutgeschäft. Nun schon im 7. Jahr hat er einen Auftrag über das Meerforellen-Förderprogramm einheimsen können. „500 000 Larven hat das Land ausgeschrieben, 300 000 habe ich abbekommen“, erzählt der 57-Jährige. In der Beke wird er Meerforellen fangen, sie dann in Hohen Sprenz „melken“ und die Fischeier ausbrüten, um sie irgendwo zwischen Lübeck und der polnischen Grenze in Bächen auszusetzen.

Werner Loch kam 1989 nach Hohen Sprenz. Zuvor war der Hohen-Sprenzer See durch den Güstrower Fischer mit bewirtschaftet worden, erzählt er. „Dann wollte die Fischerei den See schon an die Angler geben und dann hat sich doch so ein Verrückter gefunden“, berichtet er und fügt hinzu, dass die Angler damals nicht begeistert gewesen waren. Erst für den VEB Binnenfischerei, dann für die Bimes habe er gearbeitet, bevor er sich vor vier Jahren selbstständig machte.

Neben der Fischerei ist Werner Loch auch als Imker aktiv. „Eine Altlast aus Ostzeiten“, sagt er mit einem Lächeln. Nach einer Flaute Anfang der 1990er-Jahre habe er nun wieder rund 20 Völker. „Die Leute wissen Honig aus der Region wieder zu schätzen“, freut sich der Hohen-Sprenzer, der auch noch Mitglied der Gemeindevertretung ist. 

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