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Straßenlampen in Kambs : Gemeinde verzichtet auf Fördermittel

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Wegen eines zu hohen Eigenanteils agiert die Gemeinde Vorbeck jetzt auf eigene Faust

von
erstellt am 27.Okt.2017 | 12:00 Uhr

Die Straßenlaternen in Kambs werden ausgetauscht. Die alten Leuchtmittel werden durch LED-Lampen ersetzt, um Kosten zu sparen. Was erst einmal nicht nach einem komplizierten Vorhaben klingt, hat die Gemeinde schon seit einer Weile beschäftigt. Der Grund: Für das Auswechseln der Lampen waren Fördermittel in Aussicht gestellt, an die allerdings ein so hoher Eigenanteil gekoppelt war, dass die Gemeinde sich jetzt dagegen entschied.

16 000 Euro hätte die Gemeinde aufbringen müssen, berichtet Bürgermeisterin Julia Grabowski. Die Summe rief bei vielen Einwohnern und Gemeindevertretern Skepsis hervor. „Es kamen einige Bürger auf mich zu und boten an, Kostenvoranschläge einzuholen, um zu schauen, ob wir nicht Gelder einsparen können“, berichtet die Bürgermeisterin. So kam ein neues Angebot zustande, das für die Gemeinde nun günstiger ist – 14 000 Euro günstiger. „Gleich das erste Angebot lag bei 2000 Euro. Da wir weiterhin sparen wollen, haben wir uns dafür entschieden“, so Julia Grabowski. In der jüngsten Gemeindevertretersitzung wurde die Rückgabe der Fördermittel beschlossen.

Die Planänderung bedeutet neben dem Einspareffekt aber auch, dass einiges in Eigenregie umgesetzt werden muss. „Zum Beispiel das Überstreichen der Masten“, sagt Julia Grabowski. „Aber das kann man auch über einen Arbeitseinsatz, wie er in den Gemeinden gängige Praxis ist, organisieren.“

Auf flächendeckende Begeisterung bei den Einwohnern stieß die Eigeninitiative in Sachen Straßenlampen allerdings nicht, sagt Julia Grabowski. „Wenn man Fördermittel bekommt, ist das natürlich immer erst mal eine gute Sache. Dass man diese wieder abgibt, versteht nicht jeder.“ Das Durchrechnen der Posten lohne sich aber in jedem Fall. Denn schon seit einiger Zeit sei auffällig, dass die Eigenanteile für die Gemeinden immer höher werden. „Es stehen jedes Jahr bestimmte Maßnahmen an und wenn wir nicht genau auf das Geld schauen, können wir uns richtig große Sachen irgendwann gar nicht mehr leisten“, betont die Bürgermeisterin.

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