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Kurzen Trechow : Gemeinde sagt ja zu Evolutioneum

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Das Evolutioneum kann bei der Bürgerschaft in der Gemeindevertretersitzung punkten / Nun sind neue Hürden zu nehmen

svz.de von
erstellt am 23.Feb.2017 | 05:00 Uhr

Das von Christian Schierning im ehemaligen Speichen von Kurzen Trechow geplante Evolutioneum kann kommen. Die Entscheidung der Gemeindevertretung zu einer Nutzungsänderung fiel jedenfalls einstimmig aus. Das gilt auch für die geplanten Ferienwohnungen und ein Café, die ebenfalls dort entstehen sollen.

„Ich freue mich sehr, dass das Ergebnis so klar ausgefallen ist“, sagt Bernitts Bürgermeisterin Birgit Czarschka (SPD). Die denkmalgerechte Aufarbeitung des Speichers wäre für das Dorfbild eine immense Aufwertung. „Es ist schön, dass die Familie sich so sehr für das Projekt einsetzt und mit dem Dorf identifiziert“, so Czarschka weiter. Die Gemeinde befürworte dieses Engagement.

Czarschka sieht auch einen gemeinschaftlichen Nutzen. „Wir schlagen hier viele Fliegen mit einer Klappe. Denn neben dem Ankurbeln des Tourismus in der Region, kann das Gelände – bei Zusage der Schiernings – vielleicht auch für gesellschaftliche Anlässe der Trechower genutzt werden“, sagt die Bürgermeisterin. Daneben könne das geplante Café auch ein Magnet für die Dorfbewohner werden. Nun sei es laut Czarschka wichtig, dass die Schiernings die Bürger hinter sich vereinen und für das Projekt erwärmen. Die Zustimmung der Gemeindevertreter zum Umbau des Speichers sei bereits sicherlich ein Pluspunkt für die ausstehende Entscheidung des Landkreises. Der entscheidet nach genauer Prüfung, ob die Baugenehmigung erteilt werden kann.

Auch Bauherr und Initiator Christian Schierning ist von dem Wahlergebnis positiv überrascht. „Im Vorfeld bestanden ja Bedenken, was die Lärmbelästigung angeht. Nun ist es aber gut zu wissen, dass die Gemeinde hinter dem Projekt steht, das ist eine Erleichterung“, sagt er. Ein Pluspunkt sei auch, dass durch die Ferienwohnungen und das Café Arbeitsplätze entstehen könnten. „So weit ist der Plan noch nicht, aber drei bis vier neue Plätze könnten geschaffen werden“, sagt Schierning. Sollte sich der Speicher dann als Erfolg erweisen, sei das möglicherweise sogar ausbaufähig.

Um das Projekt voranzutreiben, stünde nun die Beantragung einer Bundesförderung an. „Wegen dem Denkmalstatus ist hier das Landesamt für Kultur und Denkmalpflege federführend.“


Hürde genommen, Problem aufgetaucht


Mit den Förderungen in Höhe von 200  000 Euro sei allerdings nur ein Teil der Kosten zu decken. Und diese drohen nun zu explodieren, denn der Wasserversorgungs- und Abwasserzweckverband fordert für die Ferienwohnungen den Anschluss ans zentrale Klärwerk. „Das würde etwa eine Viertelmillionen Euro an Anschlussbeiträgen kosten“, sagt Schierning. Viel zu viel, aus seiner Sicht. Wenn sich dort keine Lösung – beispielsweise eine dezentrale Kläranlage – finde, sei das Projekt insgesamt finanziell nicht mehr realisierbar.

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