Bützow : Geldspritze für den Jugendclub

Marcus Mischke (v. l.), Landesinnungsmeister des Kfz-Handwerks, und Jörg Behncke, Geschäftsführer des Landesverbandes des Kfz-Gewebes, ließen sich gestern im Jugendclub „Domizil“ zu einer Partie Tischkicker gegen Bürgermeister Christian Grüschow und Rainer Schlorf, Präsident des Verbandes, hinreißen.
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Marcus Mischke (v. l.), Landesinnungsmeister des Kfz-Handwerks, und Jörg Behncke, Geschäftsführer des Landesverbandes des Kfz-Gewebes, ließen sich gestern im Jugendclub „Domizil“ zu einer Partie Tischkicker gegen Bürgermeister Christian Grüschow und Rainer Schlorf, Präsident des Verbandes, hinreißen.

Landesverband des Kfz-Gewerbes überreicht Spende von 4000 Euro / Weitere Investitionen notwendig

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20. November 2015, 17:14 Uhr

Große Freude gestern im Jugendclub „Domizil“ in der Gartenstraße. Anke Dose, Leiterin der Einrichtung, nahm gestern gemeinsam mit Bürgermeister Christian Grüschow eine Spende über 4000 Euro entgegen. Jörg Behncke, Geschäftsführer, und Rainer Schlorf, Präsident des Verbandes des Kfz-Gewerbes Mecklenburg-Vorpommern überreichten die Spende. Das Geld ist ein Geburtstagsgeschenk. Denn der Landesverband feierte im Frühjahr sein 25-jähriges Bestehen. Auf Blumen und Geschenke wurde jedoch bewusst verzichtet und Gäste stattdessen um eine Spende gebeten. „Für uns war klar, dass wir etwas für Büztow tun wollten. Wir wollten aber nicht in den großen Topf“, erklärte Behncke.

Stattdessen sollte das Geld einem speziellen Zweck zukommen: Der Jugendclub, der ebenfalls vom Tornado betroffen ist, erhält 4000 Euro. Dass diese hier gut gebraucht werden können, davon überzeugten sich die Gäste gestern selbst.

„Das sieht alles recht trostlos aus“, sagte Bürgermeister Christian Grüschow beim Besuch des Jugendclubs. Der Außenbereich hat wahrlich schon bessere Zeiten erlebt. Neben den fehlenden Bäumen aufgrund des Tornados haben die Jugendlichen noch immer freien Blick auf nicht beräumte Bereiche in denen umgekippte Stämme auf ihre Beseitigung warten. „Es gibt Dinge, die wir allein nicht hinbekommen“, sagt Anke Dose offen. Sie bedauert, dass der Sturm so viel zerstört hat. „Es war so ein schönes Grundstück.“

Es sei geplant, im kommenden Jahr die Nutzung des Gebäudes zu überplanen, verriet der Bürgermeister. „Ideen gibt es genug und zu tun auch“, fügte Anke Dose an.

Bereits im Rahmen der Haushaltsdiskussion hatte Hauptamtsleiter Frank Endjer insbesondere im Bildungsausschuss ein Lanze für die Einrichtung und die Jugendlichen gebrochen. Hintergrund: Auf der Wunschliste für mögliche Investitionen in den kommenden zwei Jahren stehen zunächst einmal 30 000 Euro für Arbeiten insbesondere im Außenbereich. Diese Liste wird gegenwärtig noch diskutiert. Was am Ende übrig bleibt steht noch nicht fest. Doch das „Domizil“ sollte nicht vergessen werden, so Endjer. Dort habe sich in den zurückliegen Monaten vieles getan. Vor allem sei ihm wichtig, dass die Jugendlichen sich nicht einfach hinstellen und Forderungen machen, sondern selbst Ideen entwickeln und anpacken, wo man anpacken kann. „Sie machen wirklich vieles alleine und sind sehr rührig“, so Endjer. Oftmals reiche es, das Material zur Verfügung zu stellen und dann legten sie los.

Auch Christian Grüschow resümierte auf der jüngsten Stadtvertertersitzung: „Erfreulicherweise konnte ein Anstieg der Besucherzahlen verzeichnet werden.“ Täglich kämen rund 20 Jugendlichen und junge Erwachsen zwischen 13 und 26 Jahre in den Club.

Und diese haben unter anderem einen Sportraum eingerichtet, eine Lagerfeuerstelle gebaut und die Küche neugestaltet. Dafür spendete jemand eine Einbauküche. Beim Aufbau hatten die Jugendlichen ehrenamtliche Helfer zur Seite. Zwei Jugendliche absolvierten außerdem eine erfolgreiche Ausbildung zum Erwerb der Jungendleitercard.

Doch all diese Aktivitäten können nicht darüber hinwegtäuschen, dass der „Grundzustand des Jugendklub-Gebäudes eher schlecht ist“, so Grüschow. So zeigte sich beim Anschluss der elektrischen Geräte für die Küche, dass die Elektrik unbedingt erneuert werden muss. „Das Dach wurde bereits instand gesetzt“, so der Verwaltungschef. Dennoch müssten weitere grobe Mängel beseitigt werden.

Frank Endjer betonte, dass die im Haushaltsentwurf aufgeführte Summe nicht festgeschrieben sei. Die Leiterin des Jugendklubs und die Jugendlichen sind selbst auch auf der Suche nach Spendern und Unterstützern. Sie selbst werden aber ebenfalls aktiv, waren zum Beispiel zum Stadtfest mit einem Verkaufsstand vertreten. Von dem Erlös wurde ein Dartsautomat angeschafft.

In welcher Höhe die Stadtvertreter finanzielle Mittel frei machen, wird die Abstimmung zum Haushalt zeigen.

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