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Bützower Zeitung

19. Oktober 2017 | 18:03 Uhr

JVA Bützow : Gefangene können umziehen

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Justizministerin Uta-Maria Kuder weihte das neue Hafthaus H ein

von
erstellt am 07.Okt.2015 | 21:00 Uhr

Für mehr als 100 Häftlinge der Justizvollzugsanstalt (JVA) Bützow steht in der kommenden Woche ein Tapetenwechsel an. Dann ziehen sie in das neue Hafthaus H, das bereits gestern von Landesjustizministerin Uta-Maria Kuder (CDU) eingeweiht wurde. Auf drei Etagen gibt es 134 Einzelhafträume, drei Doppelhafträume sowie zwei, die behindertengerecht gebaut wurden. Darüber hinaus sind Arresträume, ein besonders gesicherter Haftraum und überwachte Gemeinschaftsräume vorhanden.

Dass die Bedingungen nicht immer so optimal waren, betonte Kuder in ihrem Grußwort. „Als ich 2007 das erste mal hier war, hat es mich geschüttelt“, so die Ministerin. Nicht nur die Unterbringung, sondern auch die Arbeitsmöglichkeiten für die Mitarbeiter seien schrecklich gewesen. „In der Zwischenzeit sind diverse Neubauten entstanden, was auch die Bedeutung der JVA Bützow hervorhebt“, so Kuder.

Federführend bei der Planung der Bauarbeiten für das Hafthaus H war der landeseigene Betrieb für Bau und Liegenschaften (BBL), der den gesetzten Zeitplan punktgenau eingehalten hatte – offizieller Stichtag für die Fertigstellung des Gebäudes war der 30. September. Auch der im Vorfeld veranschlagte Kostenrahmen von rund 13 Millionen Euro konnte eingehalten werden. „Es hat alles sehr gut funktioniert. Wir haben mit dem BBL immer gut auf Augenhöhe zusammengearbeitet“, sagte JVA-Leiter Jörg-Uwe Schäfer. Das neue Hafthaus ist auf höchstem Niveau, was den Standard anbelangt.

Davon konnten sich die Ministerin und die anderen Gäste der Einweihungsveranstaltung gestern mit eigenen Augen überzeugen. Jens Kötz, Fachbereichsleiter für Öffentlichkeitsarbeit bei der JVA, zeigte allen Interessierten die Hafträume. Wie modern diese sind, zeigt sich schon, an ihrer Tür: Auf einem Display können die Beamten der JVA die grundlegenden Daten über den Gefangenen erfahren. Die Hafträume selbst sind etwa zwölf Quadratmeter groß, jeder von ihnen verfügt über eine eigene Nasszelle. Und auch in Sachen Energie ist der Bau auf dem neuesten Stand. „Wenn die Gefangenen das Fenster öffnen, schaltet sich die Heizung runter, damit Energie eingespart wird“, erklärte Jens Kötz.

Für die Justizministerin ist die Modernität des neuen Hafthauses eine bedeutende Komponente bei der Resozialisierung der Häftlinge. „Es ist wichtig, dass die Menschen hier das Gefühl haben, auch als Gefangene mit Respekt und Achtung behandelt zu werden“, so Uta-Maria Kuder. Dem pflichtete auch der JVA-Pastor Andreas Timm bei, der das Haus bei der Einweihung segnete. Das neue Gebäude mache die Arbeit mit den Gefangenen leichter. Schließlich dürfe nicht vergessen werden, dass der Mensch immer im Mittelpunkt steht, so Timm.

Als nächstes steht der Umzug von 130 Häftlingen aus der Containeranlage auf dem Programm. Das Provisorium war nötig, damit die Bauarbeiten bei laufendem Betrieb umgesetzt werden konnten. „Nächste Woche Freitag haben wir das neue Haus voll“, so Jens Kötz. Dennoch sind die Arbeiten auf dem Gelände noch nicht abgeschlossen. Kuder: „Wir sind noch nicht am Ende angekommen. Das alte Gebäude wird saniert.“ Es solle voraussichtlich 2016 Jahr fertig werden.

 

 

 

 

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