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Bützower Zeitung

18. Dezember 2017 | 15:59 Uhr

Parkow : Gefahr: Löschwasser fehlt

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Wasserversorgung für Freiwillige Feuerwehr schwierig

von
erstellt am 27.Jan.2017 | 05:00 Uhr

Die Löschwasserversorgung in Parkow ist gefährdet. Die Kameraden der örtlichen freiwilligen Feuerwehr fordern schon seit geraumer Zeit, dass dagegen etwas unternommen wird. Die Mitglieder des Hauptausschusses der Stadtvertretung Bützow haben sich jetzt für eine Variante entschieden. Ein Brunnen soll gebohrt werden und in dem Ortsteil eine sichere Wasserversorgung garantieren.

Mit dem jetzigen Vorstoß sollen vor allem auch auf lange Sicht Kosten reduziert werden. Denn in den zurückliegenden Jahren musste der Löschwasserteich, der sich mitten von Parkow befindet, immer wieder entschlammt werden. Der Grund: Der Dorfteich gilt auch als Regenwassersammler, eine Dränageleitung aus Richtung Langen Trechow kommend führt in den Löschteich. Und mit dem Regenwasser wird regelmäßig eine große Menge Sand in das Gewässer gespült, erklärte Bauamtsleiterin Doris Zich in der Sitzung des Hauptausschusses. Es fallen nicht nur die Kosten für das regelmäßige Ausbaggern an. „Es wird auch immer schwieriger, den Schlamm zu entsorgen. Der muss vorher untersucht werden, bevor er zum Beispiel auf Äckern ausgebracht wird“, so die Bauamtsleiterin. Und wenn der Schlamm belastet sei, müsse er anderweitig entsorgt werden. Das alles verursache immer wieder neue Kosten.

Deshalb hatte die Verwaltung verschiedene Varianten geprüft, um die Situation zu verbessern. Eine Lösung sei, den Teich mit einer Spundwand aufzuteilen. Die eine Seite würde weiter als Durchfluss für Regenwasser dienen, die andere für die Löschwasserversorgung zur Verfügung stehen. Dabei werde von einem Fassungsvermögen von rund 1000 Kubikmetern ausgegangen. Geschätzte Kosten: Rund 110 000 Euro. Jedoch befinde sich der Teich nur zum Teil auf städtischem Grund und Boden.

Der Bau eines komplett neuen Folienteiches wurde mit 155 000 Euro kalkuliert. Jedoch müsste dafür ein geeignetes Grundstück angekauft werden, wie aus den Unterlagen zur Abwägung hervorgeht. Eine dritte Variante sei der Bau eines unterirdischen Behälters. Geschätzte Kosten hierfür: Rund 90 000 Euro.

Die kostengünstigste Variante wäre es, einen Löschwasserbrunnen zu bohren. Dabei setzt die Verwaltung auf die Tatsache, dass es in Parkow einen Trinkwasserbrunnen gab. „Auf dem Gelände des ehemaligen Wasserwerkes wollen wir wieder bohren“, sagte Doris Zich. Es sei bekannt, dass es dort wasserführende Schichten gibt. Das Risiko bestehe aber darin, dass man doch nicht auf eine Wasserader trifft. Das sei nach Rücksprache mit der Bützower Brunnenbaufirma Zelck aber eher unwahrscheinlich.

Die Feuerwehr habe sich mit der Brunnenvariante anfreunden können, so Doris Zich. Auch aus dem Landesamt für Natur und Umwelt und der Kreisverwaltung habe es dafür bereits Zustimmung gegeben, sagte die Bauamtsleiterin. Die Kosten für die Bohrung beliefen sich auf rund 23 000 Euro. Ein kleines Restrisiko bliebe. Schlauer und am Ziel der Wünsche seien alle Beteiligten erst, wenn die Probebohrungen erfolgt seien.

Die Mitglieder des Hauptausschusses jedenfalls machten den Weg mit ihren einstimmigen Ja’s für die kostengünstige Brunnenvariante frei.

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