Bützow : Gefährliche Ecke für Radfahrer

Hier wird es gefährlich, sagt Radfahrer Thilo Mundt. Obwohl die Pedalritter Vorfahrt haben, rollen Autos, die aus dem Verbindungsweg kommen, immer wieder bis auf den Radweg vor, um Einsicht auf die Hauptstraße zu bekommen. Die hohe Hecke schränkt die Sicht zusätzlich ein.
1 von 2
Hier wird es gefährlich, sagt Radfahrer Thilo Mundt. Obwohl die Pedalritter Vorfahrt haben, rollen Autos, die aus dem Verbindungsweg kommen, immer wieder bis auf den Radweg vor, um Einsicht auf die Hauptstraße zu bekommen. Die hohe Hecke schränkt die Sicht zusätzlich ein.

Der Bützower Thilo Mundt beklagt, dass Autofahrer im Verbindungsweg nur selten die Vorfahrt der Pedalritter beachten

23-11367640_23-66108348_1416395129.JPG von
20. Januar 2018, 05:00 Uhr

Der Bützower Thilo Mundt ist verärgert. Innerhalb von nur wenigen Tagen sei er gleich zweimal an einem schweren Unfall vorbeigeschrammt. In einem Fall hätte es eine Berührung mit einem Transporter gegeben. Er hätte zum Glück noch mit dem Fahrrad ausweichen können. „Hier muss sich unbedingt etwas ändern, bevor etwas Schlimmeres passiert, vielleicht auch Kinder zu Schaden kommen“, sagt der Bützower.

Worum geht es? Zwischen dem Vierburgweg und der Bahnhofstraße gibt es eine kleine Straße: der Verbindungssweg. Autofahrer, die aus der Vierburg kommen, können über diese Straße entweder stadtauswärts in Richtung Gewerbegebiet gelangen oder stadteinwärts in Richtung Bahnhof fahren. Der Verbindungsweg ist eine untergeordnete Straße gegenüber der Bahnhofstraße, die Hauptstraße ist. Das wird auch deutlich mit dem Verkehrsschild „Vorfahrt gewähren“ angezeigt. Zugleich gibt es aber auch einen straßenbegleitenden, kombinierten Geh- und Radweg. Und dieser gilt sowohl stadtein- als auch stadtauswärts. Und genau hier ist aus Sicht von Thilo Mundt die Gefahrenquelle.

„Ich beobachte immer wieder, dass Autofahrer, die nach rechts in Richtung Brücke und Gewerbegebiet wollen, fast immer nur nach links schauen, um zu gucken, ob ein anderes Auto ebenfalls stadtauswärts angefahren kommt“, erzählt Thilo Mundt. Dabei würden viele so weit mit dem Auto nach vorne rollen, dass sie bereits auf dem kombinierten Geh- und Radweg stehen, der im Kreuzungsbereich den Verbindungsweg quert. Dass Radfahrer von beiden Seiten kommen können, wird ebenfalls durch ein entsprechendes Zusatzschild angezeigt. Doch nach Auffassung von Thilo Mundt wird das von vielen Autofahrern ignoriert. Hinzu kommt, dass die Markierung des Geh- und Radweges kaum noch zu sehen ist. Und gerade wenn Radfahrer von der Eisenbahnbrücke nach Bützow reinfahren, müssen sie höllisch aufpassen, dass ihnen ein Auto aus dem Vierburgweg nicht die Vorfahrt nimmt, die den Radfahrern hier unbenommen zusteht. Das scheint mancher Autofahrer aber nicht zu wissen. Nach den beiden Beinahe-Unfällen hätten die Autofahrer sogar noch auf ihn, den Radfahrer, geschimpft, erzählt Thilo Mundt. „Das ist eine Frechheit“, ereifert sich der Bützower.

Die Situation müsse unbedingt verbessert werden, damit nicht eines Tages wirklich ein schwerer Unfall passiert. „Man könnte zum Beispiel das Hinweisschild, das auf die querenden Radfahrer aufmerksam macht, an beiden Seiten aufstellen. Außerdem muss unbedingt die Markierung auf der Straße erneuert werden. Die fällt den Autofahrern sicherlich mehr auf“, so Thilo Mundt. Und wenn das alles nichts bringt, müsse ein Stoppschild her, fordert er.

Wie die Situation zu bereinigen ist, könne die Stadt nicht alleine klären. Es gehe nicht nur um eine kommunale Straße. „Hier sind Landes- und Kreisstraße betroffen“, sagt Stadtsprecherin Katja Voß. Man sei an einer schnellen Lösung interessiert. Deshalb seien Kontakte zum Landesstraßenbauamt aufgenommen worden.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen