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Einstige Rostockerin eröffnet Ferienhaus am Triensee : Gebettet in Geborgenheit

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"Geborgenheit", "Frieden", "Weisheit" oder "Entspannung" - das sind die Namen der Zimmer im Fachwerkhaus von Iris Oldörp. Die 48-Jährige hat das alte Fachwerk-Hallenhaus saniert und fünf Ferienzimmer geschaffen.

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erstellt am 24.Okt.2012 | 11:07 Uhr

Rühn | "Geborgenheit", "Frieden", "Weisheit" oder "Entspannung" - das sind die Namen der Zimmer im Fachwerkhaus von Iris Oldörp. "Ihnen soll auch das passende Geschirr zugeordnet sein, also im Zimmer ,Frieden’ steht dann weißes Geschirr", sagt Iris Oldörp.

Die 48-Jährige hat in den vergangenen neun Monaten das alte Fachwerk-Hallenhaus am Triensee saniert und fünf Ferienzimmer geschaffen. Dabei hat sie großen Wert auf die Barrierefreiheit gelegt. "Es gibt auch ein barrierefreies WC mit Dusche", sagt Iris Oldörp.

Eigentlich wollte die frühere Rostockerin in dem Fachwerkgebäude eine Begegnugnsstätte für sozial schwache Jugendliche einrichten. Nicht ohne Grund: Iris Oldörp hatte 22 Jahre als Lehrerin in der Förderschule Toitenwinkel gearbeitet, sowie zwischendurch ein Jahr an der Schule für verhaltensgestörte Kinder. Weil der Beruf aber nicht mehr der war, den sie einst gelernt hatte, kündigte sie ihre Stelle und wollte auf anderem Wege etwas für die Jugendlichen tun. Eine Begegnungsstätte in einem alten Fachwerkhaus an einem idyllischen Ort mit einem See, schien ihr eine gute Idee. Doch verschiedene Faktoren haben dazu geführt, dass sie ihr Vorhaben von einer Begegnungsstätte nicht umsetzen konnte.

Neben dem Ferienhaus-Betrieb bietet sie nun auch eine tiergestützte Therapie, die für Kinder, Erwachsene aber auch Suchtkranke geeignet ist, an. Die Bedingungen sind bei ihr ideal dafür: Auf einer großen Weide neben dem Fachwerk-Hallenhaus grasen drei Skuten, eine spezielle Schafsorte, sowie zwei kleine niedliche Zwergziegen. Außerdem weiden dort auch die beiden Esel sowie das Gastpony Lolek. "Bei dieser Therapieform werden alle Sinne angesprochen, sie verfolgt das ganzheitliche Prinzip", sagt Iris Oldörp.

Allerdings achte sie sehr darauf, dass das, was sie macht, auch sicher ist. So habe sie beispielsweise mit einer Esel trainerin die beiden Tiere ausgebildet. "Wenn Kinder bei den Tieren sind, schaue ich mir die Esel und die Tiere insgesamt sehr genau an, ob sie eine Pause brauchen oder nicht."

Wer möchte, kann neben erholsamen Tagen aber auch Klassentreffen oder Geburtstagsfeiern in dem Ferienhaus begehen. "In der großen Eingangshalle ist auch die Technik vorhanden, um Seminare und Vorträge zu halten", sagt sie zu ihrem Konzept.

Iris Oldörp ist froh, dass die Ferienzimmer nun alle fertig sind und gebucht werden können. Denn lange Zeit stockte die Sanierung des Fachwerk-Hallenhauses, wurde die Baugenehmigung nicht erteilt. "Zunächst erhielten wir nur eine Teilgenehmigung für den Wohnbereich", sagt Iris Oldörp.

Schließlich kam nach weiteren Monaten doch die Baugenehmigung. "Ein Mitarbeiter des beautragten Zimmereibetriebes hat Holzproben an das archäologische Institut in Schwerin geschickt, um das Alter des Hauses zu bestimmen." Herausgekommen sei, dass das Haus um 1850 erbaut worden ist. Dass es nun wieder in seinem alten Charme erstrahlt, ist Iris Oldörp zu verdanken.

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