laage : Ganz nah am Eurofighter

Oberstabsfeldwebel Heinz-Dieter Nitz erklärt Heidi und Klaus Habedank das Cockpit.
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Oberstabsfeldwebel Heinz-Dieter Nitz erklärt Heidi und Klaus Habedank das Cockpit.

SVZ-Leser besuchten am gestrigen Freitag den Fliegerhorst der Luftwaffe in Laage / Starts und Landungen verfolgt

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13. August 2016, 07:00 Uhr

So nah hatten sie die Eurofighter bisher noch nicht gesehen. Doch gestern nutzten SVZ-Leser diese Chance. Sie hatten sich im Rahmen der Sommertour für den Besuch auf dem Fliegerhorst in Laage angemeldet. Nicht nur Starts und Landungen beobachteten sie genau, sondern konnten einen Eurofighter ganz aus der Nähe betrachten. Leutnant Christoph Trost und Oberstabsfeldwebel Heinz-Dieter Nitz aus dem Taktischen Luftwaffengeschwader 73 „Steinhoff“ berichteten Interessantes und beantworteten die Fragen der Besucher gern.

„Ich wollte hier unbedingt mit dabei sein, denn sonst kommt man kaum so dicht ans Geschehen“, sagt Uwe Westenberger. Burckhardt Müller, der seit über 40 Jahren Amateurfunk in Bützow betreibt, hat es ebenso gelockt wie Christian Schwiesselmann. „Vor zwei Jahren haben wir zwar schon mal hier eine Flugschau angesehen, aber da waren ja so viele Leute hier und überall kamen wir nicht rein“, erzählen sie. Christian Schwiesselmann hatte außerdem 1988 einen Reservedienst in Laage ausgeübt.

Nun können sie sich alle gründlich umschauen auf dem insgesamt mehr als 800 Hektar großen Gelände. Mit einem Bus werden die SVZ-Leser vor dem Tor abgeholt, um dann zuerst zum „Besucherberg“ gebracht zu werden. „Man kann nie genau sagen, wie viele Starts es geben wird“, erzählt Leutnant Christoph Trost. Er zeigt den Gästen aber auch das Simulator-Gebäude und den Kindergarten, den es ebenso auf dem Fliegerhorst gibt.

Vom „Besucherberg“ aus sind die Starts und Landungen der Eurofighter wunderbar zu beobachten. In kurzen Abständen rollen sie vorbei. „Es sollen einmal 32 Eurofighter hier auf dem Areal stationiert werden, doch derzeit ist das noch nicht so“, berichtet Christoph Trost. Der Laager Fliegerhorst ist ein reines Ausbildungsgeschwader. Rund 1000 Personen sind hier im Einsatz, erfahren die Besucher.

Uwe Westenberger verfolgt einen Eurofighter mit dem Fernglas. „So sehe ich sie noch dichter und direkt, wie sie sich bewegen“, erklärt er. Auch wenn er im Garten sei, verfolge er Flugzeuge mit dem Fernglas. Die Besucher hätten gut noch weiter den Flugverkehr beobachten können, doch es soll noch weiter gehen. Durch die Basis geht es vorbei an der Instandhaltungshalle bis zu einer Halle, in der ein Eurofighter gecheckt wird.

„Der Eurofighter ist sehr leicht zu fliegen, denn der Computer übernimmt viel“, erklärt der Leutnant. Vom Bremsschirm über die Triebwerke bis hin zum Cockpit wird den Besuchern an diesem Vormittag vieles gezeigt. Wer möchte, kann sogar einen Blick ins Cockpit werfen – einige Treppenstufen sind dafür zu absolvieren. „Ich bin wohl zu früh geboren worden, sonst hätte ich vielleicht einen solchen Beruf ergriffen“, sagt Heidi Habedank. Die 76-Jährige hat ein Fable für Technik und stellt viele Fragen. Trotz einer Gehbehinderung hat sie sich auf den Weg zum Cockpit gemacht.

Letztlich war es für alle Beteiligten ein interessanter Vormittag. „Ich bin echt zufrieden. Es war sehr interessant“, resümiert Christian Schwiesselmann. Und auch Herbert Klingenberg ist begeistert. „Wenn man sich für Technik interessiert, ist das eine sehr schöne Sache.“ Einziger Wermutstropfen: Die Zeit war schneller um als gedacht und so musste der Blick in den Tower ausfallen. Aber viele nahmen sich vor: Das soll nicht der letzte Besuch auf dem Fliegerhorst gewesen sein.

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